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Triebfahrzeugf hrer

Eisenbahner/in im Betriebsdienst der Fachrichtung Lokführer und Transport

Welchen Beruf lernst du?
Ich werde Triebfahrzeugführer.


Was lernt man in diesem Beruf?
Meine Ausbildung ist sehr vielseitig. Sie ist in der Theorie und in der Praxis recht kompliziert. So lerne ich z.B. den Aufbau von Diesel- und Elektrolokomotiven kennen, muss mich mit Stromkabel, Hydraulik- und Druckluftleitungen zurechtfinden. Und dann sind da noch die für den Bahnbetrieb so wichtigen Signale und Vorschriften. Ich besuche sozusagen noch einmal eine Fahrschule, dieses Mal erheblich anspruchsvoller und auf das Eisenbahnnetz in Deutschland bezogen.


Warum hast du dich für diesen Beruf entschieden?
Ich mag Technik sehr! Je komplizierter sie ist, umso mehr fühle ich mich herausgefordert. Wenn ich künftig einen Güterzug fahre, kann ich mal locker 2000 bis 3000 Tonnen bewegen. Züge können bis zu 740 Meter lang werden. Und in einem Reisezug können mehrere hundert Fahrgäste befördert werden. Das ist schon eine gigantische Aufgabe und sehr hohe Verantwortung. Und davon habe ich schon als Kind geträumt.


Welche Fähigkeiten sollte man bei diesem Berufswunsch mitbringen?
Grundlagen müssen Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und Verantwortungsbewusstsein sein. Außerdem sollte man psychisch eine starke Persönlichkeit sein. Es ist in meinem Beruf selbstverständlich, eine halbe Stunde vor Dienstantritt vor Ort zu sein. Es gibt fast immer etwas vorzubereiten oder abzustimmen. Einfach auf die Lok steigen und losfahren, so etwas gibt es bei uns nicht. Auch sollte man flexible Arbeitszeiten nicht scheuen.
Schichtarbeit heißt auch mal Weihnachten oder Neujahr unterwegs zu sein. Wenn man im Güterfernverkehr eingesetzt wird, ist man auch mal mehrere Tage unterwegs. Natürlich sind Ruhezeiten vom Gesetzgeber eingebaut. Und das bedeutet auch mal Trennung von der Familie.


Wie hast du deine Ausbildungsfirma gefunden?
Ich habe durch eine Zeitungsanzeige im Super Sonntag vom Angebot erfahren. Ein guter Freund gab mir den Tipp,
tatsächlich auch anzurufen. Er hat die Berufsausbildung bereits absolviert und nicht bereut.


Wie lange lernst du?
Voraussetzung für die Ausbildung ist mindestens der Schulabschluss im Sekundarbereich I (Realschulabschluss)
oder Abitur. Gesundheitliche und psychologische Tauglichkeit müssen nachgewiesen sein. Die Ausbildung dauert im Regelfall neun Monate. Wird sie erfolgreich absolviert, und dazu gehören über 20 Prüfungen, erhält der Teilnehmer einen Führerschein. Damit ist er dann Triebfahrzeugführer. Mindestalter auf einer Lok zu fahren ist 20 Jahre. Ausnahmen sind möglich. Man kann auch als Rangierbegleiter, Wagenprüfer oder Arbeitszugführer eingesetzt werden.


Welche Tipps würdest du künftigen Interessenten in deinem Ausbildungsberuf geben?
Wie bereits angedeutet, ist die Ausbildung auf Grund der kurzen Zeit sehr anspruchsvoll. Man sollte über eine schnelle Auffassungsgabe verfügen, Bereitschaft zum Lernen, auch in der Freizeit mitbringen. Das Pensum schafft man nicht einfach im Vorbeilaufen. Wer als Mensch gerne viel wissen will, ist in diesem Beruf sehr gut aufgehoben.


Wie soll deine berufliche Karriere nach der Ausbildung weiter gehen?
Ich kann mich zum Wagenmeister weiter qualifizieren, in der Disposition arbeiten oder als Ausbilder tätig werden. Mein Ziel ist aber erst einmal im Personenverkehr Berufserfahrungen zu sammeln. Die Chancen, bei einem erfolgreichen Abschluss übernommen zu werden, sind sehr gut. Derzeit werden in Deutschland rund 1000 Lokführer gesucht. Die Bezahlung ist, verglichen mit anderen Berufen, recht gut.


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