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Fachkraft im fahrbetrieb

Fachkraft im Fahrbetrieb

Welchen Beruf lernst du?
Ich habe den Beruf der Fachkraft im Fahrbetrieb gelernt. Im Sommer bin ich mit der Ausbildung fertig geworden.


Was lernt man in diesem Beruf?
Die Ausbildung ist sehr umfangreich und bei weitem nicht nur auf das Bus fahren beschränkt. Im ersten Ausbildungsjahr war ich viel in der Werkstatt, dort werden die technischen Grundlagen gelegt. Ich habe die
Leitstelle durchlaufen, war in der Verwaltung, um das Kaufmännische kennenzulernen, wie etwa Personaleinsätze koordiniert werden, habe in der Öffentlichkeitsarbeit und beim Marketing mitgearbeitet. Dieses Hintergrundwissen ist wichtig. Dann versteht man auch, warum zum Beispiel der Dienstplan so ist wie er ist oder kann einschätzen, ob etwas mit dem Bus ist, wenn einem etwas "komisch" vorkommt. Mit dem Bus fahren habe ich nach gut anderthalb Jahren Ausbildung angefangen. Ich musste vorher den PKW-Führerschein machen - und dann habe ich in einer speziellen Fahrschule das Führen von Kraftomnibussen, wie es offiziell heißt, gelernt. Dabei gibt es in unserem Beruf eine Ausnahmegenehmigung für den Führerschein der Klasse D, denn normalerweise darf man den erst mit 24 Jahren machen. Nach der Fahrschule hatte ich mehrere Einweisungsfahrten und erst dann durfte ich alleine fahren. Anfang des dritten Lehrjahres war das.


Warum hast du dich für diesen Beruf entschieden?
Ich wollte keinen typischen Mädchen-Beruf lernen. Ich wollte einen Beruf, in dem ich etwas Besonderes bin und hinterm Lenkrad eines 12,75 Meter langen Busses ist man doch etwas Besonderes. Außerdem sind mein Opa und meine Mutter Busfahrer.


Welche Fähigkeiten sollte man bei diesem Berufswunsch mitbringen?
Auf alle Fälle braucht man technisches Verständnis: Kurvenradius oder Achsvermesssung - das geht nicht ohne Mathe- und Physikkenntnisse. Natürlich muss man auch eine gute Ausdrucksweise haben, schließlich hat man Kontakt zu den Fahrgästen. Für den Beruf muss man fit sein. Bevor man den Ausbildungsvertrag unterschreibt, wird man vom Betriebsarzt untersucht. Die Gesundheit ist in meinem Beruf ohnehin das A und O: Alle fünf Jahre muss man zum Betriebsarzt, der den Busführerschein verlängert.


Wie hast du deine Ausbildungsfirma gefunden?
Ich habe hier zwei Praktika gemacht und war zwei Mal beim Girl's Day dabei.


Wie lange lernst du?
Die Ausbildung dauert drei Jahre. Zur Berufsschule geht es einmal pro Halbjahr zum 6-wöchigen Blockunterricht hin.


Welche Tipps würdest du künftigen Azubis in deinem Ausbildungsberuf geben?
Man sollte Interesse für den Beruf mitbringen, denn sonst wird es in der Berufschule schwer. Durch so manche Technik-Stunden muss man sich einfach durchbeißen. Man darf auch nicht die Illusion haben, dass es vom ersten Tag der Ausbildung an hinters Buslenkrad geht. Und wer sich mit dem Berufsbild auseinandersetzt, sollte bedenken, dass wir auch am Wochenende und an Feiertagen arbeiten und manchmal auch schon früh um 4 Uhr die erste Strecke fahren.


Wie soll deine berufliche Karriere nach der Ausbildung weitergehen?
Als Fachkraft für Fahrbetrieb fahre ich die Busse im Stadt- und Regionalverkehr. Das macht mir sehr viel Spaß und das möchte ich auch die nächsten Jahre machen. Allerdings ist das Berufsbild so vielseitig, dass es für die Zukunft Optionen gäbe - die Leitstelle zum Beispiel. Aber momentan ist nichts schöner als Bus fahren.


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