Login

Ausbildung Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft

  • Berufsinformationen

    Ausbildungsberuf: Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft

    Ausbildungsart: Duale Berufsausbildung, geregelt nach Berufsbildungsgesetz (BBiG)

    Ausbildungsdauer: 3 Jahre

    Ausbildungsorte: Betrieb/Berufsschule


Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft

Fachkräfte für Kreislauf­ und Abfallwirtschaft stellen sicher, dass Abfälle gesammelt, sortiert, wieder­ aufbereitet oder entsorgt werden. In der Städtereinigung organisieren sie z.B. den Fahrzeugeinsatz der Müllabfuhr und optimieren die Touren. Sie kümmern sich darum, dass an Sammelstellen Contai­ner zur Mülltrennung aufgestellt und regelmäßig geleert werden.

In Abfallwirtschaftsbetrieben, Wert­stoffhöfen, Recycling­ oder Aufbereitungsanlagen steuern sie alle Abläufe der Abfallbehandlung. Sie weisen Arbeitskräfte ein, stellen fest, welche Abfälle wiederverwertet und welche entsorgt werden müssen, und überwachen Maschinen und Anlagen, die den Müll sortieren, trennen oder verbrennen. Glas, Weißblech oder Altpapier beispielsweise werden als Sekundärrohstoffe vertrieben, während Bauschutt oder Sonderabfälle in speziellen Deponien gelagert werden müssen.

Regelmäßig inspizie­ren Fachkräfte für Kreislauf­ und Abfallwirtschaft diese Ablagerungsorte, analysieren Sickerwasser und führen Messungen durch, um sicherzustellen, dass keine Schadstoffe in die Umwelt gelangen.

Ihr Arbeitsplatz

Fachkräfte für Kreislauf­ und Abfallwirtschaft arbeiten in erster Linie

  • im Freien auf Deponien
  • in geschlossenen oder halb offenen Räumen an Betriebsanlagen
  • in Leitständen

Ausbildungsgehalt Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft

Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat:

  • 1. Ausbildungsjahr: € 671 (Entsorgungswirtschaft), € 968 (öffentlicher Dienst)
  • 2. Ausbildungsjahr: € 762 (Entsorgungswirtschaft), € 1.018 (öffentlicher Dienst)
  • 3. Ausbildungsjahr: € 803 (Entsorgungswirtschaft), € 1.064 (öffentlicher Dienst)

Weiter Lesen

Alle Ausbildungsangebote zum Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft

Ausbildung zur Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft (m/w/d)

Texplast GmbH

06766 Bitterfeld-Wolfen Beginn: 01.08.2020

Typ: Ausbildung Abschluss: Realschule Plätze: 2

Was macht eigentlich eine Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft?

Ein Interview mit Steven Groß.


Welchen Beruf lernst Du?

Ich habe gerade den Beruf der Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft ausgelernt und alle Prüfungen hinter mir.

Was lernt man in diesem Beruf?

Viel mehr, als manch einer denken mag: die Funktionsweise und den Gebrauch verschiedener Maschinen und technischer Geräte, ihre Pflege und Wartung. Auf Arbeitsrecht und Arbeitsschutz wird in der Ausbildung sehr viel Wert gelegt, Umweltschutz natürlich, die einzelnen Gesetzmäßigkeiten zu Luft und Abfall.

Dann habe ich die verschiedenen Aufbereitungsverfahren für die jeweiligen Wertstoffe und Abfälle kennengelernt, die Deponiearten und Deponieklassen. Ein großer Teil der Ausbildung bezog sich auf den Bereich Chemie - Fällungsreaktionen, ph-Wert-Bestimmungen, gerade bei Boden- und Abfallproben ist das alles sehr wichtig.

Welche Fähigkeiten sollte man bei diesem Berufswunsch mitbringen?

Man sollte schon gerne im Freien arbeiten - die meiste Zeit arbeite ich draußen. Ein hohes Maß an Selbstständigkeit ist wichtig, wer darauf wartet, dass die Arbeit zu ihm kommt, ist hier falsch. Handwerkliches Geschick ist von Vorteil, denn die Maschinen, mit denen wir arbeiten, müssen auch gewartet und instand gehalten werden.

Außerdem werden hier auch ausgelagerte Maschinen demontiert - da sollte man schon wissen, was man macht. Chemische Vorkenntnisse helfen gerade in der Ausbildung. Man sollte in einer gewissen Weise umweltbewusst denken und man sollte anpacken können.

Wie hast Du Deine Ausbildungsfirma gefunden?

Ich wohne im Nachbarort. Mir war und ist es sehr wichtig, in der Region zu bleiben. Bei einem Berufsinformationstag der Agentur für Arbeit bekam ich weitere Auskünfte über meinen Ausbildungsbetrieb und über die Ausbildungsinhalte.

Im Internet habe ich mich dann zusätzlich über das Berufsbild informiert.

Wie lange lernt man diesen Beruf?

Drei Jahre, auf Antrag und bei entsprechender schulischer Leistung kann die Ausbildungszeit auf zweiundeinhalb Jahre verkürzt werden.

Welche Tipps würdest Du künftigen Lehrlingen in diesem Ausbildungsberuf geben?

Ich kann jedem nur raten, von der ersten Chemiestunde an aufzupassen. Defizite, die man hier erst einmal hat, lassen sich schwer während der Ausbildung aufholen. Viele denken, so viel und so schwer kann das ja nicht sein - aber die schulischen Wissenslücken während der Ausbildung zu schließen, gerade bei dem umfangreichen Ausbildungsstoff, ist überhaupt nicht einfach.

Wie soll Deine berufliche Karriere nach der Ausbildung weiter gehen?

Ich werde erst einmal hier weiter arbeiten. Nach meinem Bundeswehrdienst komme ich, wenn alles klappt, hierher zurück. Ich möchte auf jedem Fall noch einen LkW-Führerschein machen, den Gefahrgutschein und später vielleicht noch den Meistertitel erwerben.