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Fachkraft f r kreislauf  und abfallwirtschaft steven gro

Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft

Welchen Beruf lernst Du?

Ich habe gerade den Beruf der Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft ausgelernt und alle Prüfungen hinter mir.

Was lernt man in diesem Beruf?

Viel mehr, als manch einer denken mag: die Funktionsweise und den Gebrauch verschiedener Maschinen und technischer Geräte, ihre Pflege und Wartung. Auf Arbeitsrecht und Arbeitsschutz wird in der Ausbildung sehr viel Wert gelegt, Umweltschutz natürlich, die einzelnen Gesetzmäßigkeiten zu Luft und Abfall.

Dann habe ich die verschiedenen Aufbereitungsverfahren für die jeweiligen Wertstoffe und Abfälle kennengelernt, die Deponiearten und Deponieklassen. Ein großer Teil der Ausbildung bezog sich auf den Bereich Chemie - Fällungsreaktionen, ph-Wert-Bestimmungen, gerade bei Boden- und Abfallproben ist das alles sehr wichtig.

Welche Fähigkeiten sollte man bei diesem Berufswunsch mitbringen?

Man sollte schon gerne im Freien arbeiten - die meiste Zeit arbeite ich draußen. Ein hohes Maß an Selbstständigkeit ist wichtig, wer darauf wartet, dass die Arbeit zu ihm kommt, ist hier falsch. Handwerkliches Geschick ist von Vorteil, denn die Maschinen, mit denen wir arbeiten, müssen auch gewartet und instand gehalten werden.

Außerdem werden hier auch ausgelagerte Maschinen demontiert - da sollte man schon wissen, was man macht. Chemische Vorkenntnisse helfen gerade in der Ausbildung. Man sollte in einer gewissen Weise umweltbewusst denken und man sollte anpacken können.

Wie hast Du Deine Ausbildungsfirma gefunden?

Ich wohne im Nachbarort. Mir war und ist es sehr wichtig, in der Region zu bleiben. Bei einem Berufsinformationstag der Agentur für Arbeit bekam ich weitere Auskünfte über meinen Ausbildungsbetrieb und über die Ausbildungsinhalte.

Im Internet habe ich mich dann zusätzlich über das Berufsbild informiert.

Wie lange lernt man diesen Beruf?

Drei Jahre, auf Antrag und bei entsprechender schulischer Leistung kann die Ausbildungszeit auf zweiundeinhalb Jahre verkürzt werden.

Welche Tipps würdest Du künftigen Lehrlingen in diesem Ausbildungsberuf geben?

Ich kann jedem nur raten, von der ersten Chemiestunde an aufzupassen. Defizite, die man hier erst einmal hat, lassen sich schwer während der Ausbildung aufholen. Viele denken, so viel und so schwer kann das ja nicht sein - aber die schulischen Wissenslücken während der Ausbildung zu schließen, gerade bei dem umfangreichen Ausbildungsstoff, ist überhaupt nicht einfach.

Wie soll Deine berufliche Karriere nach der Ausbildung weiter gehen?

Ich werde erst einmal hier weiter arbeiten. Nach meinem Bundeswehrdienst komme ich, wenn alles klappt, hierher zurück. Ich möchte auf jedem Fall noch einen LkW-Führerschein machen, den Gefahrgutschein und später vielleicht noch den Meistertitel erwerben.


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