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Wasserbauer/in

Welchen Beruf lernst du?

Ich erlerne beim Wasser- und Schifffahrtsamt des Bundes den Beruf eines Wasserbauers und befinde mich derzeit im zweiten Lehrjahr.

Was lernt man in diesem Beruf?

Das Ausbildungsprofil ist sehr vielfältig. Ein Wasserbauer arbeitet sowohl an Anlagen, auf Bauwerken und anderen Objekten, auf schwimmenden Fahrzeugen und in der Werkstatt. Wir stellen Bauwerke an und in Gewässern her, kontrollieren sie und halten sie instand. In der Ausbildung erlernen wir Maßnahmen des Hochwasserschutzes und der Hochwasserabwehr, wie schwimmende Fahrzeuge und Geräte gefahren und bedient werden, wie Fahrrinnen und Gewässerbetten unterhalten werden oder Zeichen im Fahrwasser gesetzt werden.

Warum hast du dich für diesen Beruf entschieden?

Ich habe vorher ein Bauingenieurstudium begonnen, es aber dann abgebrochen. Ich wollte erst einmal etwas Praktisches lernen. Der Beruf eines Wasserbauers erschien mir sehr interessant, weil das Ausbildungsspektrum sehr breit gefächert ist und die Möglichkeiten danach vielfältig sind.

Welche Fähigkeiten sollte man bei diesem Berufswunsch mitbringen?

Einen Realschulabschluss oder mindestens einen guten Hauptschulabschluss sollte man für diesen Beruf schon mitbringen. Absolute Voraussetzung sind aber handwerkliches Geschick und Interesse für Technik. Außerdem sollte man körperlich fit sein, da zum Teil schwere Arbeit geleistet werden muss.

Wie hast du deine Ausbildungsfirma gefunden?

Der Beruf eines Wasserbauers wurde mal bei uns in der Zeitung vorgestellt. Das klang sehr interessant und abwechslungsreich.

Wie lange lernst du?

Die Ausbildung dauert drei Jahre. Bei sehr guten theoretischen und praktischen Leistungen ist auch eine verkürzte Ausbildungszeit von zweieinhalb Jahren möglich. Die theoretische Ausbildung absolviere ich in Kleinmachnow bei Potsdam, die praktische Seite hier in Merseburg, einer Außenstelle des Wasser- und Schifffahrtsamtes.

Welche Tipps würdest du künftigen Azubis in deinem Ausbildungsberuf geben?

Das bereits angesprochene handwerkliche Geschick halte ich für sehr wichtig.  Darüber hinaus sollte man gut mit den Kollegen zusammenarbeiten können. Bei der Arbeit als Wasserbauer muss man sich aufeinander verlassen können. Für die Zeit nach der Ausbildung ist Flexibilität beim Wohnort gefragt.

Wie soll deine berufliche Karriere nach der Ausbildung weiter gehen? 

Das ist beim Beruf eines Wasserbauers in Deutschland sehr schwierig. Das Wasser- und Schifffahrtsamt des Bundes übernimmt die Azubis nach erfolgreicher Ausbildung lediglich für ein Jahr. Danach ist man sozusagen "frei".

Mit unserer umfangreichen Ausbildung ist der Wasserbauer aber in verschiedenen Berufen einsetzbar, sodass sich eigentlich keiner Sorgen machen muss, keinen Job zu finden. Ich selbst kann mir vorstellen, später noch ein Studium oder eine Meisterausbildung zu absolvieren.


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