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Verfahrenstechnologe simon fronhofer

Verfahrenstechnologe/-technologin (ehemals Müller)

Welchen Beruf lernst du?

Ich werde zum Müller ausgebildet. Das Bild, das viele Menschen von diesem Beruf haben, ist aber aufgrund der hoch modernen Produktion überholt. Deshalb finde ich die zeitgemäße Bezeichnung "Verfahrenstechnologe in der Mühlen- und Futtermittelwirtschaft" angebrachter.

Was lernt man in diesem Beruf?

Das Ausbildungsfeld ist sehr umfangreich. Vermittelt werden Kenntnisse über Getreidearten, deren Bestandteile und Inhaltstoffe sowie fachbezogene Berechnungen.
Weiterhin lernen wir in Theorie und Praxis die Wirkungsweise der Müllereimaschinen und die technischen Abläufe in der Mühle kennen. Ein wichtiger Punkt meiner Ausbildung ist die Arbeit im Labor, um die geforderte Qualität der Mehle abzusichern. Die größte Herausforderung für mich ist jedoch die Einstellung und das Führen der Vermahlungsanlage während des Produktionsprozesses. Hierbei spielt der Umgang mit Computern (Foto) eine große Rolle.

Warum hast Du Dich für diesen Beruf entschieden?

Der Beruf ist krisensicher. Der Absatz von Mehl und sonstigen Mahlprodukten ist immer gegeben, unabhängig von der Konjunktur. Als Müller kann man in Mehlmühlen, in der Tierfutterherstellung und in der Schälmühle arbeiten. Da ich mich gern weiterbilde, habe ich vielfältige Aufstiegsmöglichkeiten.

Welche Fähigkeiten sollte man für diesen Berufswunsch mitbringen?

Jeder, der sich für den Beruf entscheidet, sollte technisches Verständnis mitbringen und mathematisch begabt sein. Auf jeden Fall muss man bei den komplexen Anlagen täglich den Überblick behalten. Besonderes Organisationstalent ist bei unvorhergesehenen Störungen gefragt. Man muss die Schritte im vorangehenden und nachfolgenden Produktionsprozess beherrschen, um reagieren zu können. Dabei spielen Hygiene- und Qualitätssicherung eine große Rolle.

Wie hast Du Deine Ausbildungsfirma gefunden?

Ich arbeitete in den Sommerferien während der Erntezeit in einem Mühlenbetrieb. Die Arbeit in der Getreideannahme und im Labor hat mir aufgrund der Vielfältigkeit sehr viel Spaß gemacht. Ich habe mich in Alsleben beworben und bin sehr freundlich aufgenommen worden.

Wie lange lernst Du?

Da ich Abitur habe, lerne ich nur zwei Jahre. Ansonsten dauert die Ausbildung bis zu drei Jahren. Zur theoretischen Ausbildung fahre ich nach Stuttgart, die praktische Ausbildung absolviere ich hier in Alsleben.

Welche Tipps würdest Du künftigen Azubis in Deinem Ausbildungsberuf geben?

Als Müller muss man örtlich sehr flexibel sein. Mühlen gibt es nicht in jedem Ort. Man muss bereit sein, auch in andere Städte zu ziehen. Wer sich gern weiterqualifizieren möchte, kann sich auch eine leitende Funktion erarbeiten.

Wie soll Deine berufliche Karriere nach der Ausbildung weitergehen?

Nach meinem erfolgreichen Abschluss absolviere ich den Müller-Meisterkurs. Danach möchte ich die Müllerei-Technikerschule St. Gallen in der Schweiz besuchen. Als diplomierter Müllereitechniker werde ich mich dann um Führungspositionen bewerben.


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