Login



Milchtechnologe/-technologin

Keine Angst vor Technik


Welchen Beruf erlernst du?

Milchtechnologin im zweiten Lehrjahr.

Was lernt man in diesem Beruf?

Wir lernen Milchprodukte aller Art herzustellen. In meinem Ausbildungsbetrieb geht es besonders um die Produktion von Schnittkäse und in diesem Bereich auch Spezialitäten. Dazu gehört zum Beispiel Cagliata und bekannte Sorten wie Gouda, Edamer und Tilsiter. Der Käse wird in 15 Kilogramm großen Blöcken gefertigt. Zu den Standardgrößen zählt auch die Herstellung von Schnittkäse in so genannten 3 oder 4 Kilogramm-Broten.

In der überbetrieblichen Ausbildungsstätte in Oranienburg lernen wir die Herstellung sämtlicher Molkereiprodukte. Das umfasst die ganze Bandbreite von Milchgetränken und Jogurt über Butter, Quark bis hin zu sämtlichen Käsesorten. In der Lehrmolkerei gehört zum Ausbildungsprogramm auch der Einblick in den Laborbereich dazu. Jede Käsesorte hat eine Rezeptur und erhält die dafür nötigen „Zutaten“. Zu beachten ist, dass jeweils die benötigten Zusatzstoffe in den Käsefertiger kommen. Das wichtigste ist Lab, welches die Milchgerinnung einleitet als Voraussetzung, dass aus Milch Käse wird. Als Milchtechnologin ist die Kenntnis des gesamten Produktionsablaufes wichtig. Ich lerne die Anlagen zu steuern, muss also mit der speziellen Computertechnik umgehen können.

Warum hast du dich für diesen Beruf entschieden?

Für mich kam ein praktischer Beruf in Frage. Weil dieser Betrieb sich in meinem Wohnort befindet, wurde mein Interesse schon frühzeitig geweckt, wie die Käseherstellung dort vor sich geht. Die Teilnahme an einer Betriebsführung war ein weiterer Schritt für die Entscheidung zu dieser Ausbildung und das Gespräch mit Bekannten, die in dem Betrieb arbeiten, haben mich für diesen Berufswunsch bestärkt.

Welche Fähigkeiten sollte man bei diesem Berufswunsch mitbringen?

Milchtechnologe ist ein Beruf in dem etwas hergestellt, also produziert wird. Das ganze passiert auf technischen Anlagen. Also sollte man keine Angst vor Technik haben. Interesse für technologisch gesteuerte Betriebsabläufe ist auch wichtig und das hineindenken in die Herstellungsabläufe. Körperliche Fitness sollte man mitbringen und Flexibilität in unterschiedlichen Bereichen, um in der Produktion einsetzbar zu sein. Wer diesen Beruf lernen möchte, sollte sich darüber klar sein, dass hier Schichtarbeitseinsatz nötig ist. Das bedeutet die Bereitschaft im späteren Berufsleben für Arbeitszeiten an Wochenenden, Feiertagen oder in Nachtschicht.    

Wie hast du deinen Ausbildungsbetrieb gefunden?

Der Betrieb ist in meinem Wohnort und ich habe mich näher über das Internet informiert. Die Internetseite des Herstellers, zu dem der Betrieb Bad Bibra als ein Standort gehört, stellt Ausbildungsberufe in diesem Bereich der Lebensmittelherstellung vor und bietet jedes Jahr viele verschiedene Berufe vom Büro bis zur Produktion an. Mir liegt das Praktische und es gefällt mir, dass dieser Beruf sehr abwechslungsreich ist.

Wie lange lernst du?

Die Ausbildung dauert drei Jahre. Im August 2011 habe ich diese begonnen und werde im Juli 2014 den Abschluss für Milchtechnologin erreichen. Mein Ausbildungsbetreib befindet sich in Bad Bibra und die Lehrmolkerei ist in Oranienburg, wo die theoretische und auch praktische Ausbildung erteilt wird.

Welche Tipps würdest du zukünftigen Azubis in Deinem Ausbildungsberuf geben?

Man sollte sich genau informieren, welche Anforderungen und Voraussetzungen für diesen Beruf verlangt werden. Hier besteht für Schüler die gute Möglichkeit ein paar Tage oder mal eine Woche Probe zu arbeiten, um reinzuschnuppern. Viele Informationen sind auf den Web-Seiten erhältlich. Sich einer Führung anzuschließen kann ich auch gut empfehlen. Mir hat außerdem das Gespräch mit Leuten geholfen, die hier arbeiten und mich informiert haben, wie das mit der Käseherstellung und den Arbeitszeiten läuft.

Wie soll Deine berufliche Karriere nach der Ausbildung weitergehen?

Es besteht eine sehr gute Aussicht, dass ich nach der Ausbildung vom Betrieb übernommen werde, denn es werden gut ausgebildete Fachkräfte gesucht. Wenn ich ein Jahr Berufserfahrung gesammelt habe, würde ich gern ein zweijähriges Studium als Technikerin Molkereiwesen und Milchwirtschaft machen. Es werden gute Chancen angeboten sich beruflich hier weiter zu entwickeln und das würde ich gern tun, auch weil das Betriebsklima hier stimmt und mir diese Arbeit viel Freude macht.


Aktuelle Ausbildungsberichte

Zimmerer/Zimmerin

Was macht eigentlich ein/e Zimmerer/Zimmerin?

Ein Interview mit Armin Frobel.



ZUR AUSBILDUNGSPLATZSUCHE