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Marcel koenig brauer und ma

Brauer/in und Mälzer/in

Welchen Beruf erlernst Du?

Ich lerne im 3. Lehrjahr den Beruf Brauer und Mälzer.

Welchen Schulabschluss hast Du?

Realschulabschluss

Was lernt man in diesem Beruf?

Bier zu brauen - ganz klar. Die Ausbildung zum Brauer und Mälzer erfolgt in der Brauerei und in der Berufsschule (in Dresden) abwechselnd. In der dreijährigen Ausbildung werden Kenntnisse über die verschiedenen Rohstoffe vermittelt. Im Unterrichtsfach "Verkostung", beispielsweise, geht es um die Unterscheidung der verschiedenen Bierarten. Man lernt die unterschiedlichen Brauverfahren kennen, die Zusammensetzung der Biere, Geschichtliches zum Brauen und natürlich das Reinheitsgebot, nach dem gebraut wird. Da Sauberkeit in unserem Beruf das "A" und "O" ist, widmet sich ein großer Teil der Ausbildung auch den Hygiene- und Sicherheitsvorschriften. Zum Abschluss der Ausbildung wird jeweils in Dreiergruppen ein Gesellensud, in der schuleigenen "Miniaturbrauerei", nach eigener Rezeptur hergestellt - inklusive eigenes Etikett, Name, Flasche und Vermarktungsidee.

Warum hast Du Dich für diesen Beruf entschieden?

Brauer zu werden lag auf der Hand. Mein Vater ist seit 35 Jahren der Braumeister in der Brauerei hier in Wippra. Der Beruf interessiert mich sehr, außerdem gibt es viele Möglichkeiten der Weiterentwicklung.

Welche Fähigkeiten sollte man bei diesem Berufswunsch mitbringen?

Kenntnisse in Bio und Chemie sind von Vorteil, um die biochemischen Prozesse beim Brauen besser zu verstehen.

Interesse am Bierbrauen ist aber, glaube ich, das Wichtigste. Man sollte die Arbeit nicht scheuen, die der Beruf mit sich bringt - hier ist vieles noch Handarbeit.

Wie hast Du Deine Ausbildungsfirma gefunden?

Ich habe mich in verschieden Brauereien - auch größeren beworben. Mein Vater hat mir den Kontakt hier zur Brauerei vermittelt. Und es hat geklappt.

Wie lange lernt man diesen Beruf?

Die Ausbildung dauert 3 bis 3 ½ Jahre und kann - auf Antrag des Ausbildungsbetriebes bei entsprechenden Noten - auf 2 Jahre verkürzt werden.

Welche Tipps würdest Du künftigen Lehrlingen in diesem
Ausbildungsberuf geben?

Brauer muss man mit dem Herzen sein, man muss es wirklich wollen. Sich eine kleine Brauerei als Ausbildungsbetrieb zu suchen, ist ratsam, da sieht man mehr von den einzelnen Produktionsabläufen. In den großen Brauereien läuft das meiste automatisch ab und man kommt kaum noch mit dem Produkt in Berührung. Im ersten Ausbildungsjahr geht es viel um die Sauberkeit, putzen, putzen ... . Da muss man durch. Trotzdem sollte man darauf drängen, schon die verschiedenen Arbeitsprozesse kennenzulernen. Als Brauer reicht reines theoretisches Wissen nicht aus, die Praxis und die Routine machen´ s. Man muss einfach ein Gefühl für das Brauen bekommen.

Wie soll Deine berufliche Karriere nach der Ausbildung weiter gehen?

Ich hoffe, dass ich hier übernommen werde. Wenn nicht, werde ich mich in anderen Brauereien bewerben. Braumeister würde ich später schon gern noch werden. Und Diplom Braumeister? - Ich weiß nicht, ich will doch Bier brauen und keine Arbeiten schreiben!


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