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Duales Studium Vs. Studium

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Viele von euch stellen sich wahrscheinlich häufig die Frage: "Was mache ich eigentlich nach der Schule?" Ausbildung? Studium? FSJ?
 

Im heutigen Beitrag stellen wir einmal das "normale" Studium und das duale Studium gegenüber. Was sind die jeweiligen Vor- und Nachteile? Was passt besser zu mir? Vielleicht seid ihr am Ende dieser Zeilen ein wenig schlauer.
 

Beginnen wir mit dem klassischen Studium, welches in der Regel an Universitäten absolviert wird. Hier bist du selbst für alles verantwortlich - was ein Vor-aber auch ein Nachteil sein kann, da man immer selbst an alles denken muss. Dazu gehören die Gestaltung des Stundenplans, die Anmeldung für Seminare, Vorlesungen, Tutorien und Prüfungen. Natürlich kannst du selbst entscheiden welche Veranstaltungen du besuchst- oder eben nicht, dabei musst du dich nur an die Modulvorgaben halten, um alle Fächer zu belegen, die du für einen erfolgreichen Abschluss benötigst. Die Gefahr, das Wesentliche dabei aus den Augen zu verlieren ist somit recht hoch, da man im Gegensatz zur Schule keine Anwesenheitspflicht hat- und seien wir ehrlich, wer möchte morgens schon freiwillig aufstehen. Auf der anderen Seite ist dies eine gute Möglichkeit dich selbst immer wieder zu motivieren und das Interesse an Seminaren, die du oft selbst wählen kannst, stets aufrecht zu erhalten. Dadurch wird natürlich deine Selbstständigkeit stark verbessert und dein Organisationstalent erreicht vielleicht ungeahnte Ausmaße.  

Der wohl größte Nachteil des klassischen Studiums ist die finanzielle Situation. Man verdient kein Geld, sondern muss in vielen  Fällen sogar noch dafür bezahlen studieren zu dürfen. Man ist somit auf finanzielle Unterstützung angewiesen, ob von den Eltern oder in der Form von Bafög. Natürlich besteht aber auch die Möglichkeit einen Nebenjob anzunehmen, der dich in manchen Fällen allerdings die Wochenenden kosten könnte. Dafür hast du in der Woche selbst die Verantwortung, deinen Tagesablauf zu gestalten und frei zu machen, wenn du einmal eine Pause brauchst. Doch auch das Studium fordert von dir bestimmte Leistungen und so stehen am Ende jedes Semesters Prüfungen an, die man bestehen muss, um seinen angestrebten Bachelor-Abschluss zu bekommen. Das Studium selbst ist sehr theoretisch, Praxiserfahrungen werden zwar eventuell durch Praktika vermittelt, jedoch bekommt man nur sehr oberflächlich einen Eindruck von der tatsächlichen Arbeitswelt in einem Betrieb. Doch gerade wenn man in der Forschung arbeiten will oder sein theoretisches Wissen später praktisch anwenden möchte, können die wissenschaftlich vermittelten Standpunkte oft von großer Bedeutsamkeit sein.  Ein großer Pluspunkt sind natürlich die sehr ausgedehnten Semesterferien im Sommer und Winter. Wenn du alle Prüfungen und Studienleistungen absolvierst hast, kannst du diese ohne Gewissensbisse für Urlaub, Freunde oder Familie nutzen.
 

 


Wenn sich das für dich alles schon sehr passend anhört, du aber lieber einen geregelteren Ablauf haben, wertvolle Praxiserfahrungen sammeln und dein eigenes Geld verdienen möchtest, dann solltest du vielleicht besser das duale Studium wählen. Hier absolvierst du im kontinuierlichen Rhythmus Theorie und Praxisphasen. Dabei kann es aber gut sein, dass deine Freizeit etwas kürzer treten muss, denn es gibt auch viele duale Studiengänge bei denen die Theoriephase am Wochenende oder in den Abendstunden absolviert wird. Duale Studiengänge werden in den häufigsten Fällen von bestimmten Betrieben angeboten, was die Chance erhöht später übernommen zu werden. Deshalb muss man sich weniger Sorgen darum machen, was nach dem Studium folgen soll.

Der wahrscheinlich positivste Aspekt ist die finanzielle Sicherheit. Man bekommt, genau wie in der Ausbildung, ein festes Gehalt. Nach Abschluss des dualen Studiums hat man den großen Vorteil zusätzlich zu seinem Bachelor-Abschluss auch eine Berufsausbildung abgeschlossen zu haben. Trotz aller Vorteile hat auch das duale Studium Nachteile, denn es ist sowohl arbeits-, als auch sehr zeitintensiv. Dir bleiben keine Semesterferien, um dich zu erholen oder für die Prüfungen zu lernen. Du hast genau wie jeder andere Arbeitstätige nur Anspruch auf eine geringe Zahl von Urlaubstagen. Wenn du dich während des Studiums dazu entscheidest, dass du doch aufhören möchtest, kann es sein, dass dein Arbeitgeber trotzallem die Studienkosten verlangt und auch deine Möglichkeiten später einmal selbst an einer Hochschule zu unterrichten sind gering, da der wissenschaftliche Anteil dafür zu knapp gehalten wird.
 

Möchtest du also selbst Geld verdienen und Praxis und Theorie verbinden, auch wenn deine Freizeit dabei etwas knapper ist, dann entscheide dich für ein duales Studium. Möchtest du lieber noch etwas entspannter Arbeiten und einen breiteren Einblick in die Wissenschaften bekommen, dafür aber auf finanzielle Hilfe angewiesen sein, dann entscheide dich für ein Studium an einer Universität. Klar bleibt, dass beides seine Vor- und Nachteile hat und nur du selbst entscheiden kannst, was für dich das Richtige ist.


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Mehr über den Autor: Florian

Florian absolviert eine Ausbildung zum Medienkaufmann und kann über jeden noch so flachen Witz lachen. Ab und an verköstigt er seine Kollegen auch mit Schokokuchen, den eigentlich seine Freundin gebacken hat. Gewusst wie!


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