Login

Ausbildung Sattler/in der Fachrichtung Fahrzeugsattlerei

  • Berufsinformationen

    Ausbildungsberuf: Sattler/in der Fachrichtung Fahrzeugsattlerei

    Ausbildungsart: Duale Berufsausbildung, geregelt nach Berufsbildungsgesetz (BBiG) und Handwerksordnung (HwO)

    Ausbildungsdauer: 3 Jahre

    Ausbildungsorte: Betrieb/Berufsschule


Sattler/in der Fachrichtung Fahrzeugsattlerei

Sattler/innen der Fachrichtung Fahrzeugsattlerei stellen Innenausstattungen, Polsterungen, Verdecke und Planen für alle Arten von Fahrzeugen her und reparieren sie. Zunächst schneiden sie das Material zu, zum Beispiel Leder, Kunststoff oder Stoff. Dabei verwenden sie Schablonen, Messer, Scheren oder Zuschneide- bzw. Stanzmaschinen. Sie verbinden die zugeschnittenen Teile durch Kleben, Nieten oder Nähen. Dies kann manuell oder maschinell geschehen. Zuletzt befestigen sie die Bespannung oder den Überzug auf dem vorbereiteten Untergrund mit Klammern bzw. Stiften oder durch Verkleben. Planen und Verdecke montieren sie fachgerecht. Zu ihren Aufgaben gehört es auch, Kunden zu beraten.

Ihr Arbeitsplatz

Sattler/innen der Fachrichtung Fahrzeugsattlerei arbeiten in erster Linie

  • in Werkstätten
  • in Produktionshallen

Darüber hinaus arbeiten sie ggf. auch

  • im Freien

Ausbildungsgehalt Sattler/in der Fachrichtung Fahrzeugsattlerei

Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat:

  • 1. Ausbildungsjahr: € 480 (Handwerk), € 976 bis € 1.053 (Industrie)
  • 2. Ausbildungsjahr: € 550 (Handwerk), € 1.029 bis € 1.102 (Industrie)
  • 3. Ausbildungsjahr: € 650 (Handwerk), € 1.102 bis € 1.199 (Industrie)

Weiter Lesen

Alle Ausbildungsangebote zum Sattler/in der Fachrichtung Fahrzeugsattlerei

Was macht eigentlich ein/e Sattler/in der Fachrichtung Fahrzeugsattlerei?

Ein Interview mit William Eifrig.


Welchen Beruf erlernst Du?

Seit August 2010 lerne ich den Beruf eines Fahrzeugsattlers.

Welchen Schulabschluss hast Du?

Ich habe einen Realschulabschluss.

Was lernt man in diesem Beruf?

Als Fahrzeugsattler stellt man die komplette Innenausstattung, Polsterung und Planen für alle Arten von Fahrzeugen her oder repariert sie. Dazu gehört das Beziehen von Autositzen und das Anbringen der Seiten- und Dachverkleidung. Auch Verdecke von Cabriolets und Planen für LKWs stellen wir her. Im ersten Lehrjahr habe ich das Zuschneiden und Zusammennähen von Leder und Geweben gelernt und wie man Sitze auseinandertrennt. Die zugeschnittenen Teile werden verklebt, genietet oder genäht. Dies kann manuell oder maschinell geschehen. Darüber hinaus gehört auch die Kundenberatung zu den Aufgaben eines Sattlers.

Warum hast Du Dich für diesen Beruf entschieden?

Ich wollte auf jeden Fall etwas mit Autos machen. Fahrzeugsattler macht sonst keiner. Ich finde es schön, wie man die Innenräume von Autos individuell gestalten kann. Auch mein eigenes Auto gestalte ich, wenn ich das perfekt kann.

Welche Fähigkeiten sollte man bei diesem Berufswunsch mitbringen?

Interesse am Gestalten, Geschmack und Vorstellungsvermögen. Jedes Fahrzeug ist anders und die Innenausstattung sollte zum Auto-Typ passen. Zu schwach sollte man nicht sein, die Lederrollen und Planen wiegen schon einige Kilos. Handwerkliches Geschick ist wichtig, vieles wird mit der Hand gemacht. Beim Anbringen einer LKW-Plane sollte man schwindelfrei sein, ein LKW ist drei Meter hoch.

Wie hast du deine Ausbildungsfirma gefunden?

Durch meinen Vater, der hatte sich hier in der Werkstatt sein Auto machen lassen. Auch auf Tuning-Messen habe ich mich informiert, so etwas wollte ich können.

Wie lange lernst du?

Die Ausbildung dauert drei Jahre. Der theoretische Teil ist in der Berufsschule in Hermsdorf. Dort lernen auch die anderen Sattler-Fachrichtungen, Reitsportsattler und Feintäschnerei. Der Unterricht ist sehr praxisorientiert, wir arbeiten in kleinen Gruppen und lernen verschiedene Nähtechniken. Zur Prüfung muss ich einen Autositz zeichnen und neu besatteln.

Welche Tipps würdest du künftigen Azubis geben?

Interesse am Beruf, man sollte sich im Vorfeld über den Beruf informieren. Wichtig ist mitzudenken, wenn man sich verschneidet, kann das teuer werden. Man sollte sich aktiv mit einbringen und aufgeschlossen sein.

Wie soll deine berufliche Karriere nach der Ausbildung weitergehen?

Auf jeden Fall möchte ich in diesem Beruf weitermachen, auch um praktische Erfahrungen zu sammeln. Mir macht der Beruf Spaß.