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Klempner/in

Bei Wind und Wetter in luftiger Höhe


Welchen Beruf lernst du?

Klempner im Familienunternehmen.

Was lernt man in diesem Beruf?

Klempnerei - das ist vor allem die Bearbeitung von und der Umgang mit Metall. Ich lerne,  wie man Dächer mit Metall deckt und Fassaden mit Metall verkleidet. Dazu gehört natürlich auch der Bau der Unterkonstruktion oder das Herstellen der Metallteile. Und natürlich weiß der Klempner nach seiner Ausbildung auch, wie man Dachrinnen oder Fallrohre ans Haus baut. Der Klempner falzt, kantet, schneidet, schweißt und lötetet Metall.

Warum hast du dich für diesen Beruf entschieden?

Mich hat schon immer interessiert, was in dem von meinem Vater gegründeten Unternehmen gemacht wird und was die Männer auf Montage leisten. Es ist faszinierend, wie man mit Aluminium, Titan-Zink, Edelstahl oder auch Kupfer und Blei Glanzpunkte in der städtischen und in der Industrie-Kultur setzen kann.

Welche Fähigkeiten sollte man bei diesem Berufswunsch mitbringen?

Vor allem sollte man höhentauglich, also schwindelfrei sein. Wir arbeiten oft in luftiger Höhe. Von zarter Gesundheit sollte man auf keinen Fall sein. Wir arbeiten bei Wind und Wetter draußen. Kenntnisse in Chemie und Physik sind wichtig, um die Eigenschaften des Metalls kennen und respektieren zu können. Mathematische Kenntnisse braucht man, um Pläne lesen und verstehen zu können, Bauteile zu entwerfen und eventuell zu zeichnen. Und außer guten Deutschkenntnissen ist auch Kommunikationsfähigkeit wichtig. Schließlich muss man sich mit Architekten oder Bauleitern immer wieder verständigen. Und natürlich: Klempner ist ein Handwerksberuf, da sollte man auch schon ein wenig handwerkliches Geschick mitbringen. Und das Feingefühl für den oft spröden Werkstoff Metall entwickeln.

Wie hast du deine Ausbildungsfirma gefunden?

Das war bei mir relativ einfach. Schließlich will ich in die Fußstapfen meines Vaters treten. Aber über die Ausbildung in unserem Handwerk gibt auch das Arbeitsamt Auskunft und natürlich die Handwerkskammer. Und dann gibt es ja auch für viele vor allem das Internet.

Wie lange lernst du?

Ich lerne dreieinhalb Jahre. Ich bin jetzt bereits im letzten Halbjahr meiner Ausbildung. Die nächste Berufsschule für Klempner ist übrigens in Meiningen. Ich bin einer von zwei Auszubildenden im Klempner-Handwerk in ganz Sachsen-Anhalt.

Welche Tipps würdest du künftigen Azubis in deinem Ausbildungsberuf geben?

Höflichkeit, Pünktlichkeit und Disziplin gehören wohl für jeden Azubi dazu. Du solltest keine Scheu haben, auf Menschen zuzugehen. Und dich darauf einrichten, immer wieder weit weg von zu Hause zu arbeiten. Wir arbeiten sehr viel auf Montage. Klempner sind dabei auch immer öfter im Ausland im Einsatz. Ein wenig Englisch könnte also nicht schaden. Und vor allem sollte man bereit sein, immer wieder etwas Neues (und nicht nur Sprachen!) zu lernen. Ich habe mit einem Realschulabschluss in der Tasche meine Ausbildung gestartet. Man kann aber auch mit einem Hauptschulabschluss den Beruf des Klempners erlernen. Hilfreich kann es dabei sein, noch ein Berufsvorbereitungsjahr zu absolvieren. Die Arbeit auf Montage fordert schon etwas Reife.

Wie soll deine berufliche Karriere nach der Ausbildung weiter gehen?

In unserem Beruf kann man sich zum Techniker weiterbilden. Bauzeichner mit Praxiserfahrung werden in unserer Branche auch immer wieder gesucht, so dass man sich auch zum technischen Zeichner weiterbilden kann. Und natürlich kann ich auch meinen Meister machen und ein eigenes Unternehmen gründen. Oder einmal das von meinem Vater weiterführen.


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