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Forstwirtin

Forstwirt/in

Welchen Beruf lernst du?

Ich werde Forstwirt und absolviere gerade mein zweites Lehrjahr.

Was lernt man in diesem Beruf?

Mein Lehrbeauftragter würde treffend sagen: „Die von der Natur gestellten Aufgaben zu bewältigen.“ Und das passt
wirklich sehr gut zu dem, was wir jeden Tag in unserer Ausbildung erleben. Das fängt beim Bestimmen von Baumarten und der Ernte von Samen an und reicht über das Setzen von Jungpflanzen, die Vorbereitung von Verjüngungs- und Kulturflächen und deren Bestandspflege bis hin zur Holzernte und Qualitätsbestimmung und Lagerung. Wir lernen heimische Wildtiere und ihr Verhalten kennen. Aber auch die Bekämpfung von Forstschädlingen und die Förderung von Nützlingen, Natur- und Waldschutz sowie Fragen der Nachhaltigkeit spielen eine wichtige Rolle. Nicht zu vergessen ist natürlich der sichere und effektive Umgang mit der Kettensäge und Maschinen wie Schlepper, Harvester oder Forstmulcher.

Warum hast du dich für diesen Beruf entschieden?

Weil es ein Beruf ist, bei dem ich die meiste Zeit über in der Natur arbeiten kann und weil ich Herausforderungen
mag. Wenn ein Baumriese, der über Jahrzehnte herangereift und gewachsen ist, richtig fällt, ist das schon ein besonderer Moment. Und nicht zuletzt auch, weil mir die Arbeit mit den modernen Forstmaschinen Spaß bereitet.

Welche Fähigkeiten sollte man bei diesem Berufswunsch mitbringen?

Körperliche Fitness, Ausdauer und Belastbarkeit sollte man auf jeden Fall mitbringen. Wenn man nicht fit ist und die Sache nicht richtig angeht, ist man beim Einsatz im Wald spätestens am Nachmittag erledigt. Da ich sportlich aktiv bin, mag ich diese Art von körperlicher Arbeit. Und natürlich birgt die Waldarbeit auch Risiken in sich, denen man sich ständig bewusst sein sollte. Gerade nach Windbruch und Sturmschäden muss man besonders achtsam an die Arbeit herangehen. Darum sind technisches Verständnis, eine gute Beobachtungsgabe und Teamfähigkeit unerlässlich. Bei der Arbeit in der Gruppe muss sich einer auf den anderen hundertprozentig verlassen können.

Wie hast du deine Ausbildungsfirma gefunden?

Zwei meiner Bekannten haben hier im Betreuungsforstamt gelernt. Was sie über ihren Job erzählt haben, klang für
mich interessant. Nach einem einwöchigen Praktikum habe ich mich um einen Ausbildungsplatz beworben.

Wie lange lernst du?

Die duale Ausbildung zum Forstwirt dauert in der Regel drei Jahre. Die Berufsschule und das Wohnheim befinden sich in Magdeburgerforth bei Burg. Auf dem Unterrichtsplan stehen neben Deutsch, Mathe, Sozialkunde, Englisch und Sport auch 13 fachspezifische Lernfelder, wie z.B. Vermessen und Sortieren von Rohholz, Schutz von Waldbeständen oder Werkstattkunde. In unserer Berufsschulklasse sind übrigens auch zwei Mädels.

Welche Tipps würdest du künftigen Azubis geben?

So viel Vorkenntnisse wie möglich über den künftigen Beruf sammeln und nicht blauäugig in die Ausbildung starten. Man sollte schon wissen, was von einem Forstwirt verlangt wird und nicht zum ersten Mal im Wald unterwegs sein. Auf jeden Fall sollte man sich schon im Vorfeld sportlich betätigen und fit für die Aufgaben machen.

Wie soll deine berufliche Karriere nach der Ausbildung weiter gehen?

Erst einmal möchte ich in meinem Beruf arbeiten und Erfahrungen sammeln. Später könnte ich mir vorstellen, den
Kletterschein zur Baumpflege bzw. Baumfällung mit Hilfe der Seiltechnik zu erwerben. Aber auch eine Qualifizierung zum Forstwirtschaftsmeister könnte ich mir vorstellen.


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