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Ausbildung Schilder- und Lichtreklamehersteller/in

  • Berufsinformationen

    Ausbildungsberuf: Schilder- und Lichtreklamehersteller/in

    Ausbildungsart: Duale Berufsausbildung, geregelt nach Handwerksordnung (HwO)

    Ausbildungsdauer: 3 Jahre

    Ausbildungsorte: Betrieb/Berufsschule


Schilder- und Lichtreklamehersteller/in

Schilder- und Lichtreklamehersteller/innen entwerfen und realisieren nach Kundenwünschen z.B. Leuchtreklameanlagen, Schilder und Anzeigetafeln. Ihre Arbeit beginnt mit Entwurfsskizzen, die sie mit dem Kunden besprechen und als digitale Daten am Bildschirm fertig ausarbeiten. Nach diesen Vorlagen bearbeiten sie die Trägermaterialien für das Endprodukt, schneiden z.B. Plexiglas für beleuchtete Buchstaben oder Metalle und Kunststoffe für Schilder zu. Außerdem bekleben sie Schaufenster oder beschriften Fahrzeuge.

Im Schwerpunkt Grafik, Druck, Applikation achten Schilder- und Lichtreklamehersteller/innen vor allem auf optimale Gestaltung und Verarbeitung: Sie wählen Schriftarten aus, plotten und kleben Folien, verwenden bildliche Darstellungen oder setzen Digitaldruckverfahren ein. Im Schwerpunkt Technik, Montage, Werbeelektrik/-elektronik sorgen sie dafür, dass Werbeschilder und Lichtreklame fachgerecht befestigt werden. Sie verlegen Leitungen und stellen elektrische Anschlüsse her. Auch elektronische Steuerungen montieren und konfigurieren sie und testen deren Funktion.

Ihr Arbeitsplatz

Schilder- und Lichtreklamehersteller/innen finden Beschäftigung

  • in Firmen der Werbetechnik
  • in handwerklichen Schilderwerkstätten
  • bei Ausstellungs- und Kongressveranstaltern
  • in Firmen im Bereich Fahrzeugbeschriftung

Schilder- und Lichtreklamehersteller/innen arbeiten in erster Linie

  • in Werkstätten
  • auf Baustellen
  • in Ausstellungsräumen

Ausbildungsgehalt Schilder- und Lichtreklamehersteller/in

Beispielhafte Ausbildungsvergütungen pro Monat:

  • 1. Ausbildungsjahr: € 540
  • 2. Ausbildungsjahr: € 590
  • 3. Ausbildungsjahr: € 690

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Alle Ausbildungsangebote zum Schilder- und Lichtreklamehersteller/in

Was macht eigentlich ein/e Schilder- und Lichtreklamehersteller/in?

Ein Interview mit Martin Lux.


Welchen Beruf erlernst Du?

Der Beruf heißt Schilder- und Lichtreklamehersteller, aber man kann auch Werbetechniker dazu sagen.

Welchen Schulabschluss hast Du?

Ich habe einen Realschulabschluss.

Was lernt man in diesem Beruf?

Man lernt das Arbeiten und den Umgang mit den verschiedensten Materialien, zum Beispiel Stahl, Aluminium, Folien, alle Arten Kunststoff, Plexiglas, verschiedene Nichteisenmetalle und Holz. Alle diese Materialien kommen in der Werbetechnik zum Einsatz. Vom Zuschnitt über Schleifen und Bohren bis hin zum Bau von Leuchtkästen, Einzelbuchstaben mit und ohne Beleuchtung, Lichtflutersystemen, Spannbanner usw. reicht das Arbeitsspektrum. Auch das Führen von Kundengesprächen und das Erstellen von Entwürfen am Computer gehört zum Ausbildungsspektrum.

Warum hast Du Dich für diesen Beruf entschieden?

In erster Linie, weil dieser Beruf sehr vielseitig ist und sehr viel Abwechslung bietet. Man wird immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt und macht nicht jeden Tag das Selbe. Fast jedes Produkt, das hier entsteht, ist ein Unikat.
Der Beruf bietet meiner Meinung nach sehr gute Zukunftsaussichten. Denn Werbung wird immer gebraucht, egal, ob die Wirtschaft gut läuft oder nicht.

Welche Fähigkeiten sollte man bei diesem Berufswunsch mitbringen?

Neben einem guten handwerklichen Geschick sind gestalterische und künstlerische Fähigkeiten, aber auch Kreativität gefragt. Gute Kenntnisse in Deutsch, Mathematik, Englisch gehören zu den Grundvoraussetzungen, ebenso wie der Umgang mit dem Rechner. Inzwischen werden fast alle Maschinen, die in der Werbebranche zum Einsatz kommen, CNC gesteuert.
Der Werbetechniker sollte in guter physischer Verfassung und höhentauglich sein.

Wie hast Du Deine Ausbildungsfirma gefunden?

Das war mehr oder weniger Zufall. Vor zwei Jahren bin ich des Handballs wegen nach Köthen gekommen. Ich hatte bereits einen Berufsabschluss als Informatik-Kaufmann in der Tasche und war auf der Suche nach einem Job. Da gab es in Köthen aber nichts Passendes. Über das Programmheft der Handballgemeinschaft HG 85, das in der Firma Lorenz entsteht, bin ich auf den Fachbetrieb für Werbung und Werbetechnik gestoßen. Nach einem kurzen Praktikum habe ich mich hier um einen Ausbildungsplatz beworben und es hat geklappt.

Wie lange lernst Du?

Die Ausbildung dauert drei Jahre. Der theoretische Teil wird in einer Berufsschule in Berlin vermittelt.

Welche Tipps würdest Du künftigen Azubis geben?

Ein Praktikum ist auf jeden Fall zu empfehlen. Es ist gut, wenn man vorher mal in die Branche reinschnuppern kann. Wenn es das Richtige ist, sollte man eine ordentliche Bewerbung abgeben und beim Bewerbungsgespräch einen möglichst guten Eindruck hinterlassen und diesen auch
beibehalten. Denn Lehrjahre sind keine Herrenjahre. In der Ausbildung sind dann Einsatz und Fleiß gefragt, aber es muss auch Spaß machen.

Wie soll Deine berufliche Karriere nach der Ausbildung weiter gehen?

Ich hoffe natürlich, dass ich hier übernommen werde und mich dann in meinem neuen Beruf richtig entfalten kann.