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Ausbildung Personaldienstleistungskaufmann/-frau

  • Berufsinformationen

    Ausbildungsberuf: Personaldienstleistungskaufmann/-frau

    Ausbildungsart: Duale Berufsausbildung, geregelt nach Berufsbildungsgesetz (BBiG)

    Ausbildungsdauer: 3 Jahre

    Ausbildungsorte: Betrieb/Berufsschule


Personaldienstleistungskaufmann/-frau

Personaldienstleistungskaufleute sichten den Stellen- und Bewerbermarkt, formulieren Stellenanzeigen und veröffentlichen diese, um Personal anzuwerben. Sie wählen geeignete Bewerber aus, führen Beratungsgespräche und gleichen Anforderungs- und Bewerberprofile miteinander ab. Schließlich wirken sie bei der Personaleinstellung und bei Vertragsabschlüssen mit. Sie disponieren den Personaleinsatz und planen die Personalentwicklung, indem sie z.B. Weiterbildungsmaßnahmen organisieren. In der Personalsachbearbeitung führen sie Personalakten und erstellen Entgeltabrechnungen. Darüber hinaus akquirieren sie Aufträge und gewinnen Unternehmen als Kunden. Im Kundenauftrag suchen sie nach geeignetem Personal und betreuen die Unternehmen. Nicht zuletzt gehören kaufmännische Aufgaben wie Steuerung und Controlling zu ihrem Tätigkeitsgebiet.

Ihr Arbeitsplatz

Personaldienstleistungskaufleute arbeiten hauptsächlich in Personaldienstleistungsunternehmen in den Personalabteilungen größerer Unternehmen in der Personalberatung Viele Aufgaben erledigen sie im Büro am Computer. Gespräche mit Bewerbern führen sie in Besprechungsräumen. Ihre Firmenkunden suchen sie auch vor Ort auf, um beispielsweise den Personalbedarf festzustellen und über Verträge zu verhandeln.

Ausbildungsgehalt Personaldienstleistungskaufmann/-frau

Zur Höhe der Ausbildungsvergütung liegen derzeit keine Informationen vor.

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Was macht eigentlich ein/e Personaldienstleistungskaufmann/-frau?

Ein Interview mit Sandra Eichhardt.


Welchen Beruf erlernst Du?

Ich erlerne den Beruf einer Personaldienstleistungskauffrau.

Welchen Schulabschluss hast Du?

Abitur. Das ist zwar nicht Voraussetzung, wenn man meinen Beruf erlernen möchte. Trotzdem entscheiden sich Zeitarbeitsfirmen öfter für Abiturienten, statt für Realschüler. Einfach, weil die Azubis schon viel Verantwortung übernehmen (ich z.B. betreue rund 100 Menschen). Und weil man eben mit und für Menschen arbeitet, fallen zuweilen auch Überstunden zu Zeiten an, in denen der Gesetzgeber Unter-18-Jährigen das Arbeiten verbietet.

Was lernt man in diesem Beruf?

Eigentlich jede Menge. Akquise und Verkauf natürlich, das Arbeitsrecht in der Theorie kennen und in der Praxis anwenden und man "lernt" Menschenkenntnis. Ich muss fast wie ein Arbeitsberater bei der Agentur für Arbeit die Anforderungen des zeitweiligen Arbeitgebers und die Fähigkeiten unserer Mitarbeiter unter einen Hut bringen. Und natürlich lerne ich dabei auch fast alle Berufe kennen.

Warum hast Du Dich für diesen Beruf entschieden?

Vor allem, weil ich hier mit Menschen arbeiten kann. Das wollte ich schon immer.

Welche Fähigkeiten sollte man bei diesem Berufswunsch mitbringen?

Natürlich muss man kommunikativ sein. Spaß am Verkaufen sollte schon dabei sein. Und eine gehörige Portion Verantwortungsbewusstsein gehört dazu. Ein wenig Neugier darf auch nicht fehlen. Und man sollte sich zutrauen, sich in die Paragraphen des geltenden Arbeitsrechts zu vertiefen, um sie dann auch anwenden zu können.

Wie hast Du Deine Ausbildungsfirma gefunden?

Ich selber wäre nie auf die Idee gekommen, Personaldienstleistungskauffrau zu werden. Zumal es den Beruf auch gerade einmal ein Jahr gab, als ich meine Ausbildung begonnen habe. Eine Berufsberaterin bei der Agentur für Arbeit hat mich auf die Möglichkeit der Ausbildung aufmerksam gemacht. Ich hab gedacht, das probiere ich einmal aus. Und habe hier ein bezahltes Praktikum gemacht. Danach stand für mich fest: Ich werde Personaldienstleistungskauffrau. Und ich habe das nicht bereut.

Wie lange lernt man fürdiesen Beruf?

Drei Jahre. Wenn man besonders gute Noten vorweisen kann, kann man auch nach zweieinhalb Jahren seine Prüfungen ablegen.

Welche Tipps würdest Du künftigen Lehrlingen in diesem Beruf geben?

Mein Tipp: Auch abseits der „Traumberufe“ nach einer Ausbildung suchen. Sich ganz genau über den angestrebten Beruf und die Ausbildungsfirma informieren. Wenns geht, ein Praktikum machen. Und wenn man „seinen“ Beruf gefunden hat, immer das Positive im Blick behalten, zu den Kunden trotzdem professionellen Abstand wahren.

Wie soll Deine berufliche Karriere jetzt weiter gehen?

Da habe ich in meinem Beruf und in meiner Firma gute Aussichten. Zunächst einmal will ich als Personaldisponentin arbeiten. Dabei steht mir der Weg zur Abteilungsleiterin, später vielleicht auch zur Geschäftsstellenleiterin offen. Eine Zusatzausbildung brauche ich dafür nicht, aber für mich heißt das, immer gut informiert und motiviert bleiben.