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Ergonomie des Arbeitsplatzes

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Wir verbringen ungefähr ein Viertel einer Woche an unserem Arbeitsplatz, da ist es wichtig, dass dieser auf unsere Bedürfnisse zugeschnitten ist. Doch wie muss der eigentlich aussehen?

 

Jede berufliche Tätigkeit hat verschiedene Anforderungen an einen ergonomischen Arbeitsplatz. Hierbei geht es um sichere Arbeitsbedingungen und um den Schutz der Gesundheit des Arbeitsnehmers und der Erhaltung eben dieser. Ist ein Arbeitsplatz nicht an die arbeitsbedingten Belastungen angepasst riskiert der Arbeitgeber später Berufskrankheiten bei seinen Mitarbeitern. Die Ergonomie spielt eine wichtige Rolle bei der Gestaltung sicherer Arbeitsverhältnisse, zu denen auch die Arbeitszeiten zählen.

 

Für die Arbeitszeit wird durch verschiedene Gesetze geregelt, wie z. B. das Arbeitszeitgesetz sowie das Arbeitsruhegesetz. Darin werden die maximale Arbeitszeit und auch die Mindestdauer der Pausen geregelt – das hängt allerdings auch von der Art oder Schwere der Belastung ab.

 

Ca. 17 Millionen Menschen in Deutschland arbeiten dauerhaft an einem Schreibtisch oder Bildschirm. Bei Bildschirmarbeitsplätzen müssen bestimmte gesetzliche Vorgaben erfüllt werden, z. B. steht in der Bildschirmarbeitsverordnung § 10, dass nach jeweils 50 Minuten ununterbrochener Bildschirmarbeit  eine Pause oder ein Tätigkeitswechsel im Ausmaß von jeweils mindestens zehn Minuten erfolgen muss, um die Augen zu entlasten oder zu entspannen.

 

Weitere Anforderungen sind, dass die Schrift scharf und deutlich sowie gut lesbar sein muss. Der Bildschirm darf nicht flimmern und der Kontrast und die Helligkeit müssen vom Benutzer eingestellt werden können. Auch ein drehbarer, neigbarer Bildschirm wird benötigt. Die Aufstellung der Geräte und auch von Tisch und Stuhl sind ebenso wichtig. Der Bildschirm sollte wenn möglich parallel zu einem Fenster aufgestellt werden, oder zumindest so, dass der Arbeitende nicht ins helle Tageslicht blickt. Der Abstand zwischen Augen und Bildschirm sollte ca. 50 – 70 cm betragen (bei gerade Haltung sollte die Hand auf dem Bildschirm abgelegt werden können) und es ist auch wichtig, dass die oberste Zeile des Bildschirmes auf Augenhöhe ist. Die Arbeitsfläche sollte mindestens 160 x 80 cm groß sein und damit eine gesunde Position erreicht werden kann sollten Stuhl- und Tischhöhe angepasst werden können. Wenn du optimal sitzt, sollten deine gebeugten Arme und Beine einen 90° Winkel haben. Generell sollte dein Arbeitsplatz ein gesundes Arbeiten unterstützen und nicht erschweren.

 

Also ist es für den Arbeitsplatz ist es wichtig, dass dieser sich an die Körperhöhe anpassen lässt, sowie genug Raum für Bewegung der Beine lässt und eine natürliche Körperhaltung unterstützt. Heißt, egal ob du im Sitzen oder Stehen arbeitest, dein Arbeitsplatz sollte sich nach deinen Wünschen anpassen lassen.

 

Je nach Arbeitsumfeld gelten auch verschiedenste Regelungen für Lautstärke, Licht, Temperatur und ähnliches. Bei extremen Bedingungen ist der Schutz durch Arbeitskleidung und –bedingungen von allerhöchster Wichtigkeit. Lärm, Lichtverhältnisse und Klima zählen hier vollständig mit rein. Bei Lärm sollte für ausreichend Schutz gesorgt werden, da es sonst zu Schwerhörigkeit kommen kann. Auch sollte der Arbeitsplatz gut ausgeleuchtet sein für den Sehkomfort. Was das Klima angeht, sollten für sitzende Büroaktivitäten ca. 21 °C und 50 % Luftfeuchtigkeit herrschen. Eine Strahlenüberlastung kann dem Körper ebenso schaden, daher sollte bei einer hohen UV-Belastung  (z. B. Arbeit im Freien) Schutzmaßnahmen ergriffen werden.

 

Generell ist also wichtig, dass der Arbeitsplatz an den Arbeiter angepasst ist, sodass optimales Arbeiten möglich ist und die Gesundheit des Arbeitenden geschützt wird.


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Mehr über den Autor: Lia

Lia absolviert eine Ausbildung zur Mediengestalterin und zockt für ihr Leben gern. Neben Zeichnen und Webdesign, liebt sie es ihren Katzen etwas vorzusingen und mit ihnen zu schmusen.


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