IWK - Institut für Weiterbildung in der Kranken- & Altenpflege

Ausbildung Ergotherapeut/in (m/w/d)

Ausbildung Ergotherapeut/in (m/w/d)

Tätigkeitsbeschreibung

Art und Dauer der Ausbildung
Die Ausbildung erstreckt sich über drei Jahre Vollzeit. Sie beinhaltet mindestens 2.811 Unterrichtsstunden im theoretischen Teil und 1.700 Unterrichtsstunden im praktischen Teil.

Inhalte der Ausbildung
Der theoretische Unterricht beinhaltet folgende Bereiche:

  • Berufskundliche und allgemeinbildende Lerngebiete
  • Medizinische Lerngebiete
  • Sozialwissenschaftliche Grundlagen
  • Lerngebiet Ergotherapeutische
  • Lerngebiet Ergotherapeutische Behandlungsverfahren
  • Motorisch-funktionelle Behandlungsverfahren

Ziele der Ausbildung
Die Ausbildung erfolgt nach dem Gesetz für Ergotherapeut/-innen vom 25.05.1976 (vgl. BGBI. Nr. 19.1 vom 31.03.1977). In der Neufassung der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten ErgThAPrV vom 02.08.1999.

Die theoretische Ausbildung findet in der Ergotherapieschule in Form von theoretischem und praktischem Vollzeitunterricht statt. Die praktische Ausbildung erfolgt ab dem ersten Ausbildungsjahr in geeigneten Einrichtungen.

Erst seit 1998 gibt es in Deutschland die Berufsbezeichnung "Ergotherapeut/-in". Mit dem Aufbau einer planmäßigen Ausbildung im Bereich Beschäftigungstherapie wurde jedoch bereits nach 1945 begonnen. Dabei wurden die älteren und weitgehenden Erfahrungen des angelsächsischen und skandinavischen Raumes auf diesem Gebiet mit einbezogen. Die erste Schule in Deutschland ist 1953 entstanden.

Ergotherapie kommt von dem griechischen Wort "ergon" und bedeutet Arbeit, Werk, Tat. Sie ist eine der wichtigsten Heilmaßnahmen der Rehabilitation von kranken und behinderten Menschen. Durch die Inanspruchnahme von Ergotherapie wird Menschen jeden Alters die Möglichkeit gegeben, ihre durch Erkrankung oder Unfall verlorengegangene seelische, geistige oder körperliche Handlungsfähigkeit weitestgehend wieder zu erlangen. Dabei werden individuelle, auf den Menschen abgestimmte Medien und Behandlungsverfahren eingesetzt. Der persönliche und berufliche Alltag kann dadurch so selbstbestimmt und eigenverantwortlich wie möglich gelebt werden.

Die Ergotherapie hat als Grundsatz die Hilfe zur Selbsthilfe. Sie geht davon aus, dass jeder Mensch Fähigkeiten hat, die Ansatzpunkte für die Therapie sind. Durch Selbstwahrnehmung kann der Mensch lernen, Handlungen und Vorgehensweisen eigenständig gesünder zu gestalten. Ergotherapeuten arbeiten in ihrem Bereich selbständig in Absprache mit verschiedenen Berufsgruppen. Die Behandlung erfolgt auf Grundlage einer ärztlichen Verordnung.

Voraussetzungen des Bewerbers

  • Besonderheiten:
    • Sie können an der Ausbildung teilnehmen, wenn Sie:

      • einen der folgenden Abschlüsse nachweisen: Realschulabschluss oder einen anderen als gleichwertig anerkannten Bildungsabschluss
        Hauptschulabschluss PLUS eine erfolgreich abgeschlossene, mindestens zweijährige Berufsausbildung
      • gesundheitlich für diesen Beruf geeignet sind.

       

      Finanzierungsmöglichkeiten für Sie
      Sind die entsprechenden Voraussetzungen gegeben, ist eine Förderung durch die Agentur für Arbeit oder durch Bafög möglich. Für Teilnehmer/-innen), die öffentliche Gelder erhalten (z. B. von der Bundesagentur für Arbeit, der Deutschen Rentenversicherung Bund/Land o. ä.), wird das Schulgeld gesondert berechnet.Auf Antrag können nicht geförderte Teilnehmer in sozialen Härtefällen einen Zuschuss zur Reduzierung des Schulgeldes über das Institut beantragen.

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