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5 Dinge, mit denen Deine Online-Bewerbung Personaler begeistert

Ausbildung ist der erste Schritt auf der Karriereleiter. Seit viele Unternehmen dringend nach Fachkräften suchen, gelten viele Ausbildungsberufe wieder als sichere Bank. Trotz dieser Tatsache werden einige Aspekte nicht wirklich leichter. Dazu gehört auch die Bewerbung. Letztere ist online zwar vermeintlich einfacher. Allerdings wird von Azubis gerne unterschätzt, was wirklich hinter einer Online-Bewerbung an Aufwand steckt. Das Anschreiben ist nur eine Hürde.

Wie kommen Lebenslauf und Zeugnisse in die Personalabteilung? Lassen sich die Dokumente in ein unternehmensinternes Bewerbungsportal hochladen? Perfekt. Was aber, wenn die Unterlagen per E-Mail verschickt werden? Die Wahl der E-Mail-Adresse kann bereits heikel werden und viel über den Absender preisgeben. Aber auch die Größe der angehängten Dateien entpuppt sich mitunter als problematisch. Werden große Datenpakete vom Mailserver abgelehnt, kommen am Ende nicht alle Unterlagen an und die Bewerbung ist unvollständig. Mit den folgenden 5 Tipps wird die eigene Onlinebewerbung fehlerfrei und begeistert die Personaler.

1. Sorgfalt als wichtigster Punkt

Online ist alles erlaubt: Einige Nutzer scheinen tatsächlich daran zu glauben. Gerade im Hinblick auf Umgangsformen und Rechtschreibung scheint online die Hemmschwelle niedrig. Im Rahmen einer Online-Bewerbung gewisse Benimm-Regeln und grundlegende Lehren aus dem Deutschunterricht über Bord zu werfen, ist eine schlechte Idee. Letztlich stellt die Bewerbung das persönliche Aushängeschild dar.

Für den ersten Eindruck haben Bewerber nur eine Chance. Heißt im Klartext: Auch für eine Online-Bewerbung sind gewisse Regeln zu befolgen. Ein Anschreiben, in dem es nur so von Fehlern wimmelt, dürfte genauso kontraproduktiv sein wie die Bewerbung, welche durch falsche Zeilenumbrüche mehr oder minder chaotisch aussieht.

Gerade, wenn Anschreiben und Co. in einer Textverarbeitung verfasst und anschließend in ein Bewerbungsformular oder das Nachrichtenfeld eines E-Mail-Programms kopiert werden, passieren solche Fehler. Obwohl schnell ausgebügelt, nimmt sich nicht jeder Bewerber die nötige Zeit. Für den Personaler ein Zeichen, dass die Bewerbung lieblos „dahin“ geschrieben wurde.

2. Unterlagen komplett halten

Auch wenn die Online-Bewerbung sehr viel vereinfacht, komplett ohne die klassischen Elemente wie Lebenslauf und Zeugnisse geht es einfach nicht. Haben diese „Anhänge“ in der Vergangenheit einfach die Bewerbungsmappe aufgebläht, bleibt der Papierstapel online doch schön übersichtlich. Allerdings können die Bewerbungsunterlagen wie:

  • Zeugnisse
  • Lebenslauf
  • Zertifikate o. Ä.

schnell zum Problem werden. Schwarzweiß gescannt, sieht das Ergebnis unschön aus. Also einfach alles in Farbe und hochauflösend scannen und abschicken?

Das Problem: Beim Versand der Unterlagen kann es passieren, dass die Dateien zu groß sind und wieder vom Server fliegen (oder gar nicht erst angenommen werden).

Letztlich ist eine unvollständige Bewerbung eingegangen, welche keinen besonders guten Eindruck hinterlässt. Auch, wenn viele Einzeldokumente versandt werden, kann der eine oder andere Anhang leichter verlorengehen.

Tipp: Um dieses Risiko zu verringern, werden die Unterlagen einfach in einem PDF-Dokument zusammengefasst. Hierbei ist aber darauf zu achten, dass durch die Konvertierung keine unschönen Fehler in der Formatierung des Dokuments entstehen.

3. Anschreiben und Lebenslauf für Online-Zwecke optimieren

Mittlerweile setzen viele Konzerne auf eigene Karriere- und Bewerbungsplattformen. Ein Beispiel hierfür ist der Autohersteller VW. Online-Bewerbungen unterscheiden sich allerdings in einigen Punkten von der klassischen Bewerbungsmappe. Beispiel Optik: Eine gedruckte Bewerbung muss/sollte gewissen Anforderungen, wie:

  • Rahmen
  • Bewerbungsfoto
  • Papierbogen

genügen. Online-Bewerbungen sind puristischer. Gerade in Unternehmen mit eigener Bewerbungsplattform werden Angaben nicht selten in festgelegte Formulare eingegeben.

Hier fällt die Optik als Abgrenzungsfaktor natürlich weg. Wer punkten will, hat nur eine Chance, den Inhalt der Bewerbung. Letzteres hängt maßgeblich von persönlichen Fähigkeiten ab. Um die Bewerbung entsprechend zu optimieren, gibt es verschiedene Ansatzpunkte.

  • Kein „Gerede“
    Haarklein dem Personaler mitteilen, dass mit 14 ein zweiwöchiger Kurs belegt wurde und den Inhalt herunterbeten, füllt die Bewerbung, ist am Ende aber nichtssagend. Wichtig ist, direkt zum Punkt zu kommen (ohne in den Telegramm-Stil zu verfallen) und nicht um den heißen Brei zu reden.

  • Hobbys können interessieren
    Haustierliebhaber und Modellbauer: Schöne Hobbys, aber nur bedingt interessant. Allerdings kann die Freizeitbeschäftigung das Profil schärfen, wenn sie zum Job passt. Ein Jugendleiter zeigt Verantwortung und Führungsqualität. Beides schätzen Unternehmen.

4. Auf den potenziellen Arbeitgeber vorbereiten

Viele Eisen im Feuer haben zahlt sich aus: Mit einer größeren Auswahl potenzieller Arbeitgeber. Auszubildende dürfen einen Fehler nie machen: Blind in ein Vorstellungsgespräch stolpern. Auch wenn Medien voll mit Berichten über den Fachkräftemangel sind: Stellen werden Beschäftigten nicht einfach „hinterhergeworfen“. Im Vorstellungsgespräch kommen allseits beliebte Fragen, wie:

  • Beschreiben Sie Ihre Schwächen?
  • Warum sollen wir gerade Sie einstellen?
  • Warum interessieren Sie sich für unser Unternehmen?

Gerade mit ähnlich formulierten Fragen wie der letzten wollen Personaler herausfinden, ob und wie intensiv sich Bewerber mit dem Unternehmen selbst beschäftigt haben.

Leider sind solche Formulierungen nach wie vor eine der Stolperfallen für viele Bewerber. Hintergrund: Auf den Unternehmensseiten werden zwar noch Rubriken wie „Karriere“ oder „Jobs“ gefunden, aber schon die allgemeinen Infos werden oftmals nur überflogen. Dabei lassen sich dort schon häufig erste Argumente für ein Unternehmen finden (z.B. berufsbezogene Benefits, Weiterbildungsmöglichkeiten, Bekanntheit des Unternehmens), die auch im Anschreiben aufgegriffen werden können. Der persönliche Ansprechpartner für die Bewerbungen gerät zudem zu oft aus dem Blickfeld.

Der Klick auf das „Über uns“ oder „News“ unterbleibt zudem oft komplett. Dabei bietet sich genau hier die Gelegenheit, mehr über das Unternehmen herauszufinden. Klar: Unternehmensvorstellungen sollen einen positiven Blickwinkel auf den Betrieb erzeugen.

Auszubildende erfahren hier aber mehr zu den Kernkompetenzen des Unternehmens oder in welchen Märkten es aktiv ist. Anhand der News lässt sich so ein gewisser Einblick gewinnen, wie innovativ ein Unternehmen ausgerichtet ist.

Tipp: Wer sich umfassend auf das Vorstellungsgespräch vorbereiten will, schaut sich nicht nur auf der Unternehmensseite um. Sehr viele Infos lassen sich auch aus Branchenmagazinen beziehen. Letztere existieren heute oft ebenfalls online. Mitunter lassen sich die Infos sogar komplett ohne Anmeldung aufrufen. Wissen, das im weiteren Verlauf hilft, einen positiven Eindruck zu vermitteln.

5. Seriosität wahren

Auszubildende sind junge Erwachsene, die von Karriere träumen, aber auch schon sehr klar formulieren können, was als potenzieller Störfaktor infrage kommt. Als junger Erwachsener darf gern experimentiert werden. Aber: Beim Thema Online-Bewerbung kann zu viel Enthusiasmus und Experimentierfreude schnell übers Ziel hinausschießen. Beispiel: Im Anschreiben wird für jeden Absatz eine andere Schriftfarbe verwendet.

Personaler lassen solche Online-Bewerbungen oft sehr schnell in der virtuellen „Ablage“ verschwinden. Generell ist auch bei einer Online-Bewerbung Seriosität gefragt. Was gehört alles dazu?

  • Seriöse E-Mail-Adresse: Online-Bewerbungen von sunny123@ oder thepurge18@ abschicken ist keine gute Idee. Kostenlose E-Mail Portale machen es möglich, sich eine seriöse Adresse, bestehend aus Vor- und Nachnamen, zuzulegen.

  • Social Media checken: Personaler wissen inzwischen, welche Social-Media-Kanäle angesagt sind. Wer sich hier recht freizügig in einem öffentlichen Profil präsentiert, droht mitunter aussortiert zu werden. Zurückhaltung oder bessere Privatsphäre-Einstellungen sind durchaus anzuraten.

  • Etikette: Grundsätzliche Benimmregeln spiegeln sich unter anderem in der Anrede des Gegenübers und dem grundsätzlichen Tenor wider. Anhand einiger Formulierungen geben Bewerber mitunter schon im Anschreiben preis, wo sie Defizite in der Sozialkompetenz haben.

Fazit: Als Auszubildender online bewerben

2017 hat der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) knapp 775.000 Auszubildende gezählt. Handwerk und Industrie brauchen Nachwuchs. Schließlich muss jemand Maschinen bauen, die Ingenieure entwickeln und diese auch warten. Azubis treffen seit Jahren, wie Studenten, verstärkt auf Online-Bewerbungen. Gerade Konzerne und größere Mittelständler vereinfachen auf diese Weise ihre Prozesse. Auf den ersten Blick ein Segen, scheitert die Bewerbung immer wieder. Hagelt es Absagen, muss dies nicht zwingend an schlechten Voraussetzungen liegen. Manchmal können andere Bewerber einfach die bessere Online-Bewerbung einreichen. Auch wenn es zuerst nicht den Anschein hat: Auch online gibt es Stolperfallen. Wer diese nicht kennt und weiß wo Hürden lauern, darf sich über mangelnden Erfolg nicht wundern.

 

Bildquellen

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Bild 3: fotolia.com © LIGHTFIELD STUDIOS #261084071


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