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Nach der Ausbildung in die Selbstständigkeit: Tipps für die beste Vorbereitung

Du bist mit der Schule fertig und stehst jetzt vor Deiner Ausbildung oder vor Deinem Studium, merkst aber bereits jetzt, dass Du danach so schnell wie möglich aus jeglichen Hierarchien ausbrechen willst und selbst die Rolle der Autoritätsperson einnehmen möchtest? Dann solltest Du mit dem Gedanken spielen, Dich selbstständig zu machen und eventuell schon Deine Ausbildung danach ausrichten. Denn nur mit den entsprechenden Kenntnissen und ein wenig Vorbereitung gelingt der Schritt in die Selbstständigkeit problemlos.

Vorbereitung heißt, Bescheid zu wissen

Zur Vorbereitung auf die Selbstständigkeit gehört zunächst einmal das Wissen darüber, welche Vor- und Nachteile die Entscheidung, sein eigener Chef zu sein, mit sich bringt. Denn nur, wenn Dir die Vorteile so sehr zusagen, dass Du mit den Nachteilen leben kannst, solltest Du bereits Deine Ausbildung mit Blick auf die spätere Selbstständigkeit gestalten.

Pro Selbstständigkeit

  • Für die Selbstständigkeit spricht an erster Stelle, dass Du, wenn Du Dich anstrengst, Deinen Traumjob ausüben kannst. Schließlich bist Du nicht davon abhängig, Dich irgendwo zu bewerben und bangen zu müssen, dort auch genommen zu werden. Du kannst Dir die Tätigkeit, mit der Du Geld verdienen willst, einfach selbst aussuchen und Dich dabei davon leiten lassen, was Du schon immer tun wolltest

  • Als Selbstständige/r hast Du unzählige Möglichkeiten, verschiedenste Projekte zu realisieren, während Du als Angestellter vielleicht immer das Gleiche tun musst. Bereits während der Ausbildung und vor allem während eines Studiums lassen sich oftmals schon zahlreiche Kontakte knüpfen, aus denen sich später Chancen entwickeln, spannende Dinge mit spannenden Menschen zu Geld zu machen

  • Weiterhin hast Du in Deiner Selbstständigkeit die Möglichkeit, extrem flexibel und ohne feste Arbeitszeiten Deinen Tag zu gestalten. Hast Du in einer Woche weniger Energie, als die Woche darauf? Dann kannst Du Dir einfach sagen: Drei Stunden am Tag müssen reichen, nächste Woche dann drei Mal so viel. Als Angestellte/r absolvierst Du dagegen in der Regel Deine acht Stunden und bist deutlich weniger flexibel

Contra Selbstständigkeit

  • Gegen die Selbstständigkeit spricht, dass Du als Dein eigener Chef die vollkommene Verantwortung für alles trägst. Du musst Deine Arbeit zuverlässig verrichten können, musst Kunden akquirieren, dafür sorgen, dass Du in Deinem Metier bekannter wirst und Dich um bürokratische Angelegenheiten kümmern, wie Themen rund um das Finanzamt, das Gewerbeamt, den Steuerberater, die Krankenkasse sowie den Vermögensberater und Versicherungsvertreter

  • Weiterhin haben Selbstständige oft kein festes Einkommen und müssen mit schwankenden Auftragslagen zurechtkommen. Gerade wer sich aufgrund von BAföG oder einem Studienkredit in den Jahren der Ausbildung verschuldet hat, leidet eventuell unter diesem Punkt

Welche Ausbildung ist die geeignetste?

Zunächst einmal lässt sich die Frage, welche Ausbildung Du wählen solltest, um Dich danach so schnell wie möglich selbstständig zu machen, pauschal nicht beantworten. Denn letztlich kann sich jeder – auch vollkommen ohne irgendeine Ausbildung – selbstständig machen und mit seiner Geschäftsidee Erfolg haben. Dennoch erleichtern es einem gewisse Grundkenntnisse natürlich, auf dem Markt Erfolg zu haben. An der Spitze stehen dabei vor allem einige Studiengänge.

Erfolgreiche Unternehmensgründungen gehen oft auch aus den klassischen Studiengängen BWL (Betriebswirtschaftslehre) und Jura hervor, die dafür bekannt sind, dass man später einmal „viel verdienen kann“. Und natürlich ist gegen diese Studiengänge nichts einzuwenden, wenn Du Dich selbstständig machen willst. Allerdings kannst Du Dich auch auf eine ganz bestimmte Branche spezialisieren. Möchtest Du selbstständig Roboter programmieren, die in Zukunft wichtig für die Menschheit sein könnten, dann solltest Du Informatik, Robotik oder Softwaretechnik studieren; willst Du freischaffender Künstler werden, empfiehlt sich dagegen natürlich ein Kunststudium. Hier musst Du einfach in Dich gehen und nach Deinen Talenten und Wünschen Ausschau halten.

Als Wirtschaftswissenschaftler/in (mit WiWi-Studium) machst Du sogar ausdrücklich dann am besten Karriere, wenn Du Dich nach einem entsprechenden Studium selbstständig machst. Denn Wirtschaftswissenschaftsabsolventen waren lange Zeit am Arbeitsmarkt sehr begehrt, haben es mit Karrierechancen als Angestellte aber immer schwieriger, solange keine außergewöhnlichen Qualifikationen vorliegen. Zum Weg in die Selbstständigkeit ist ein solches Studium, an der Schnittstelle zwischen BWL und VWL, aber im Grunde optimal. Denn hier lernst Du nicht nur Dinge über die Betriebswirtschaft, sondern auch über das soziale und gesellschaftliche Leben, die Bedürfnisse und das Verhalten der Menschen.

Entscheidest Du Dich gegen ein Studium und nach der mittleren Reife für eine Ausbildung, kannst Du Dir beispielsweise einen der gefragtesten Ausbildungsberufe, aber auch einen handwerklichen Beruf suchen, Deinen Meister machen und einen eigenen Betrieb aufmachen. Wie bereits gesagt, musst Du aber im Grunde gar keine Ausbildung absolvieren, solange Du motiviert und ambitioniert sowie mit einem ausgearbeiteten Plan an die Sache herangehst. Außerdem solltest Du Dich über das Unternehmertum informiert haben.

Heißt selbstständig zu sein, Unternehmer zu werden?

In gewisser Weise bedeutet selbstständig zu sein auch, Unternehmer zu sein. Denn Unternehmertum heißt, Marktlücken oder Nischen finden zu können und daraus eine Geschäftsidee zu entwickeln. Selbst als Künstler, der vermeintlich alle Freiheiten hat, musst Du, um Geld zu verdienen, auf dem Markt bestehen. Und das schaffst Du nur, indem Du innovativ bist und etwas „Neues“ machst, was vorher so noch nicht da war und wonach Nachfrage besteht. Jeder Selbständige muss also einen Geschäftsplan entwickeln können und diesen auch in die Tat umsetzen können.

Anfangs muss jeder Unternehmer ein Allrounder sein, da neben der eigentlichen beruflichen Tätigkeit ganz viele andere Dinge erledigt werden müssen. Wer nicht gut darin ist, mit anderen zu kommunizieren, steht bereits vor dem ersten, gar nicht so kleinen Problem. Ein Unternehmer muss außerdem Marketing betreiben, sich mit internem Rechnungswesen zur Analyse des Potenzials interner Prozesse beschäftigen und Buch führen. Klingt Dir das alles zu kompliziert, solltest Du Dir das mit der Selbstständigkeit vielleicht lieber noch einmal überlegen.

 

Bild:
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