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So gelingt Dir der Umgang mit Kollegen und Vorgesetzten während der Ausbildung

Zugegeben: Es ist völlig normal, wenn Du an Deinem ersten Arbeitstag Deiner Ausbildung so richtig nervös bist. Das geht vielen Auszubildenden so. Fühle ich mich dort wohl? Sind die Kollegen nett? Komme ich mit dem Chef gut zurecht? Ähnliche Fragen könnten Dir durch Deinen Kopf gehen. Im folgenden Beitrag erhältst Du Tipps, wie Du bei Kollegen und Vorgesetzten einen guten Eindruck hinterlässt. Zusätzlich findest Du Ratschläge, wie das Miteinander im Alltag gelingt. Dann bleibt Dir der Kopf frei für die eigentlichen Ausbildungsinhalte. Damit Du von Anfang an gut vorbereitet bist, sind in manchen Branchen kompakte Tageskurse sinnvoll. Dort nimmst Du beispielsweise an Telefon- und Präsentationstrainings teil oder lernst, Dir Deine Zeit sinnvoll einzuteilen. Die dabei erworbenen Skills helfen Dir dabei, Herausforderungen im Berufsleben zu meistern, auch über die Zeit der Ausbildung hinaus. Außerdem lernst Du, wie Du mit unerwarteten Situationen bei der Arbeit umgehst.

Der Umgang mit dem Chef

Auch wenn es vermeintlich lockere und eher strengere Vorgesetzte gibt, solltest Du Dich am Anfang besonders um Höflichkeit bemühen, Interesse am Betrieb und an der Arbeit zeigen und gepflegt auftreten. Hilfreich ist es auch, wenn Du Deine organisatorischen Aufgaben bereits erledigt hast. Das macht einen sortierten Eindruck. Diese Checkliste zum Ausbildungsbeginn kann Dich dabei unterstützen. Viele Führungspersönlichkeiten wollen den Lernwillen und eine gewisse Motivation beim Azubi sehen. Das zeigst Du nicht nur, indem Du interessierte Rückfragen stellst, sondern auch, indem Du ausgeschlafen und fit bist. Gerade in der Probezeit solltest Du darauf verzichten, abends auszugehen. Nutze zum Abschalten lieber das Wochenende.

Eine generelle Regel beim Siezen und Duzen lautet: Es gilt so lange das Sie, bis der Ältere oder Diensthöhere Dir von sich aus das Du anbietet. Der Vorteil für Dich ist dabei, dass Du mit einem Sie nichts falsch machen kannst. Lieber siezt Du einmal zu oft, als dass Du die falsche Person duzt. Den Chef solltest Du immer siezen. So zeigst Du ihm gegenüber den nötigen Respekt.

Die lieben Kollegen – Mentoren im Alltag

Als Auszubildender befindest Du Dich in der Lernphase. Das Schöne daran: Du darfst und sollst sehr viel fragen. Durch interessiertes Nachfragen schlägst Du gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe:

  1. Du zeigst Interesse an der Sache.
  2. Du baust soziale Kontakte in Deinem (neuen) Arbeitsumfeld auf.
  3. Meist fühlt sich Dein Gegenüber gewertschätzt und redet gern über seine Arbeit.
  4. Es kommt seltener zu Problemen und Gefahren, wenn Du Unklares frühzeitig abklärst.

Allgemein wird von Dir Höflichkeit und Hilfsbereitschaft verlangt. Halte Türen auf, wenn hinter Dir jemand läuft oder die Hände voll hat. Biete öfters Deine Hilfe an und übernimm freiwillig Arbeiten.

Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen! Kritik ist nicht böse gemeint, sondern dient dazu, Dir zu helfen. Der beste Weg, mit negativem Feedback umzugehen ist ruhig zu bleiben, zuzuhören und die gemachten Fehler nicht zu wiederholen. In der Ausbildung sind Fehler erlaubt!

Daneben solltest Du auch grüßen, wenn Du im Büro, auf der Baustelle oder in der Kantine Leute triffst. Stelle Dich mit Deinem vollen Namen vor, wenn Du alleine unterwegs bist und einen Arbeitsplatz erstmals betrittst.

Ihr sitzt alle in einem Boot – die anderen Auszubildenden

Der Austausch mit anderen Azubis ist Dir sehr ans Herz zu legen und bietet Dir folgende Vorteile:

  • Du kannst offener reden und Deinen emotionalen Dampf ablassen.
  • Zusammen zu ärgern macht den Unmut erträglicher, denn geteiltes Leid ist halbes Leid.
  • Lästerst Du über den Ausbildern zu viel, wirft das ein schlechtes Bild auf Dich. Halte Dich lieber etwas zurück.
  • Ihr könnt Euch tatkräftig gegenseitig helfen. Eine Hand wäscht die andere, also schotte Dich nicht von der Gruppe ab. Beteilige Dich an sozialen Aktivitäten, auch wenn es nur das Mittagessen ist.

Noch ein Vorteil, wenn Du mit Deinesgleichen sprichst: Es fällt leichter, auch eine „blöde“ Frage zu stellen. Weiß der andere Auszubildende keine Antwort, war die Frage gar nicht so „blöd“ und Ihr könnt Euch damit an einen Ausbildungsleiter wenden.

Im Streitfall richtig handeln

Bei zwischenmenschlichen Problemen im Betrieb brauchst Du jemanden, mit dem Du über das reden kannst, was Dich stört. Das können Freunde und Familie sein. Im Betrieb ist der Ausbilder der erste Ansprechpartner. Aber es gibt Themen, die Du nicht mit ihm besprechen möchtest. Dann kannst Du entweder mit Deinem Berufsschullehrer oder mit Ausbildungsberatern der IHK reden. Rechte und Pflichten in der Ausbildung sind genau geregelt, sodass Du im Normalfall schnell erfährst, ob Du im Streitfall das Gesetz auf Deiner Seite hast oder nicht.

 

Bildquellen:

  1. © Shutterstock / OPOLJA
  2. © Shutterstock / GaudiLab
  3. © Shutterstock / Rawpixel.com


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