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Cheaten erlaubt: Dieses Equipment hilft dir beim Rocken der Ausbildung

Egal ob sich dein Ausbildungsberuf eher im handwerklichen Bereich abspielt, im Büro oder den Gängen eines großen Handelshauses. Überall wirst du, gerade in den ersten Monaten, damit konfrontiert werden, dass dein Job dich vor ungewohnte Herausforderungen stellt. Klar, in der Berufsschule darfst du dagegen ebenso wenig „anmogeln“ wie vorher in der normalen Penne. Das heißt aber nicht, dass du dir nicht etwas Hilfe zuteilwerden lassen kannst. Ganz legal und garantiert ohne dass Chef oder Lehrer meckern.

1. Gibt’s das auch als App?

In der Berufsschule wird erwartet, dass Du jede Woche deine Bücher mitbringst – geschenkt. Aber musst du wirklich auch deine Nase zwischen die Seiten stecken, um die Themen des Unterrichtstages nochmal zu rekapitulieren oder dich auf Arbeiten vorzubereiten? Sicher nicht. Als erstes solltest du deshalb prüfen, ob du nicht mit dem Erwerb deiner Bücher einen Downloadcode dazubekommen hast. In manchen Berufen ist das nämlich der Fall. Die „Fachkunde Kraftfahrzeugtechnik“ gibt es beispielsweise als E-Book herunterzuladen. Doch es gibt auch noch weitere, nützliche Apps:

  • Die MINT-App zum Lernen von Mathe, Informatik, Naturwissenschaft und Technik
  • Die Berichtsheft-App zum Beenden der Zettelwirtschaft
  • Die Englisch-App der IHK

Im Zweifelsfall hilft dir einfach gutes „Google-Fu“ mit der Suchformel „Ausbildungsberuf + App + Handy-Betriebssystem“. Tipp: Gerade für den schulischen Teil und die Berechnung der Azubi-Finanzen kannst Du auch mal über den Tellerrand zu Apps für Studenten schauen, da findet sich auch viel Hilfreiches.

2. Hilf deinen Guckern

Gerade wenn Du im Büro arbeitest, werden deine Augen schwer über Gebühr beansprucht – auch wenn du jetzt noch in der komfortablen Situation bist, buchstäblich „junge Augen“ zu haben, die mit der monotonen Blickdistanz und der Bildschirm-Arbeitsumgebung weniger Schwierigkeiten haben. Doch jetzt als Azubi liegt es in deiner Hand, die Wurzel dafür zu legen, dass das auch so bleibt.

Wenn Du sowieso schon Brillenträger bist, solltest du dir gewahr machen, dass du einen echten rechtlichen Anspruch auf eine sogenannte Bildschirmarbeitsplatzbrille hast. Sperriges Wort, aber dahinter verbirgt sich eine ganz spezielle Optik, die in mehrere Sichtzonen unterteilt ist – und wenn dein Augenarzt dir bescheinigt, dass Du eine solche brauchst, muss der Chef sie bezahlen, willst du dir das entgehen lassen?

Falls du noch ohne Brille auskommst, solltest du dir in der Apotheke spezielle Augentropfen für Bildschirmarbeit geben lassen. Du hast es vielleicht selbst schon gemerkt, aber vor dem Monitor vergisst man oft das Blinzeln und die Augen werden unangenehm trocken. Und weil du ja auch an die Arbeit denken musst und dich nicht dauernd ans Blinzeln erinnern kannst, helfen die Tropfen dabei – und schützen deine Augen somit auch vor Infektionen. Aber: Bitte mit Bedacht einsetzen und darauf achten, dass keine Konservierungsmittel enthalten sind.

3. Motivier dich

Die Nacht war viel zu kurz, der Arbeitstag wird lang und es steht naturgemäß viel Arbeit auf dem Programm – nicht alles davon wirst du gerne machen. Der Trick ist, dass du dich, während du dich auf dem Weg zur Arbeit befindest, durch die richtigen Maßnahmen motivierst. Musik ist die beste Wahl, denn sie spricht deine Emotionen an und greift das Problem damit an der Wurzel. Kurzgesagt: Bringst du dich mit Power-Musik vor der Arbeit in Fahrt, steigt deine Laune, deine Leistungsfähigkeit und selbst die Müdigkeit wird weggepustet.

4. Die Office-Notfalltüte

Im Büro, womöglich noch mit Kundenkontakt, musst du immer picobello aussehen. Das beißt sich oft damit, dass der Arbeitsalltag dich eher ins Schwitzen bringt, mit Flecken bombardiert und vielleicht nach einem Essen deinen Atem etwas unangenehm riechen lässt. Kein Problem, denn du musst dir nur in deinem Spind oder deiner Schreibtischschublade ein Rettungsset zusammenstellen – das hilft gegen ALLES:

  • 1x weißes Hemd/Bluse für Flecken-Notfälle (regelmäßiges Tauschen nicht vergessen)
  • 1x Waschlappen (klar, zum Reinigen, aber auch als Behälter für den Rest)
  • 2x Einweg-Zahnbürsten mit integrierter Creme (hält viel länger als eine normale Tube)
  • 1x Mini-Nagelset
  • 1x kleine Tube Reisewaschmittel (für größere Flecken-Notfälle)
  • 1x Deo
  • 1x Mini-Nähset mit Sicherheitsnadeln und Knöpfen
  • 1x Mini-Handtuch (gibt es in ungefähr A4-Abmessungen)

Wenn du es richtig angehst, passen all die Dinge in den Waschlappen und du musst sie bei Bedarf nur noch hervorziehen. Und ein „ich muss mal kurz ins Bad“ ist immer besser als „ich muss nachhause die Kleider wechseln“.

5. Flüsterleise

Wenn du auf dem Bau deine Ausbildung machst oder in anderen Berufen, in denen es laut zugeht, wie dem Bau- und Landmaschinenmechaniker, hast du natürlich einen Anspruch auf einen adäquaten Gehörschutz, das ist klar. Aber was ist mit dem Büro? Du fragst dich, warum man dort einen Gehörschutz benötigt? Ganz einfach: Je mehr Leute in einem Raum sitzen, desto größer wird deren „Hintergrundsound“. Der eine Kollege klappert auf der Tastatur, der nächste telefoniert. Und so weiter – bis du dich vor lauter Störgeräuschen gar nicht mehr konzentrieren kannst.

Nein, natürlich kannst du dir keine Schaumgummi-Stöpsel in die Ohren schieben, wenn du dauernd mit Kunden reden musst. Und ein dicker Kapselgehörschutz ist nicht nur beim Telefonieren ziemlich hinderlich, sondern ruiniert auch deinen seriösen Look. Was du brauchst, sind sogenannte (wieder ein sperriges Wort) Nosie-Cancelling-in-Ear-Kopfhörer. Deren interessante Funktionsweise: Sie nehmen über Mikrofone deine Umwelt auf und erzeugen ein Gegengeräusch, welches diese Schallwellen (fast) eliminiert. Das reicht zwar nicht für die Baustelle, aber fürs Büro ist es echt gut. Einziger Nachteil: Die Teile sind nicht ganz günstig.

6. Handwerker-Power

Was haben Kfz-Mechatroniker, Industriemechaniker, Elektriker und Anlagenmechaniker für Sanitär- Heizungs- und Klimatechnik gemeinsam, außer, dass sie Handwerker sind? Sie haben den ganzen Tag immer wieder einzelne Schrauben und Muttern in der Hand. Und welche unangenehme Eigenschaft haben diese Teile? Sie neigen notorisch gerne dazu, zu verschwinden. Wenn du das und sämtlichen Ärger, der damit verbunden ist, ein für alle Mal begraben willst, solltest du mal „Magnet-Armband Mechaniker“ googeln. Das Produkt, das sich dahinter verbirgt (es gibt mehrere Anbieter) ist so verblüffend einfach-genial, dass man sich fragt, warum es diese Teile erst seit wenigen Jahren gibt.

Dabei handelt es sich um ein einfaches, breites und per Klett verschlossenes Armband aus Cordura oder einem ähnlichen, robusten Nylongewebe. Darin stecken kleinste Magneten. Schraube abdrehen, ans Handgelenk „kleben“ und sie wird so schnell nicht mehr verschwinden. Bloß solltest Du das Armband nicht vergessen, wenn du dir Schweiß von der Stirn wischen willst…

7. Tipper-Ergonomie

Je nach Art deines Ausbildungsberufs wirst du tagtäglich ziemlich oft in die Tasten hauen. Dazu musst du nicht mal Kaufmann/frau lernen. Ähnliche Schlagzahlen finden sich auch bei vielen Fachinformatikern, Rechtsanwaltsfachangestellten und Verwaltungsfachangestellten. Und da wird dir eines begegnen, nämlich die Tendenz von Unternehmen, ihren Mitarbeitern nicht unbedingt die ergonomischste oder beste Tastatur zu geben, sondern die, die im Büromarkt gerade günstig war.

Im besten Fall wird dir dieses immens wichtige Arbeitsgerät nach kurzer Zeit wegen des vielen Tippens kaputtgehen. Ein „Chef, ich hab die Tastatur kaputtgetippt“ bringt dir zwar keinen Ärger, ist aber trotzdem peinlich. Schlimmstenfalls bekommst du von der Billigware jedoch richtiggehende Schmerzen in den Unterarmen, Handgelenken und Fingern – nicht umsonst gibt es eine Büro-Berufskrankheit namens RSI-Syndrom, die durch falsche Haltung und häufige Bewegungs-Wiederholungen ausgelöst wird. Deshalb: Gib die 50, 75 Euro aus oder denk beim nächsten Geburtstag daran, dir eine ergonomische und qualitativ hochwertige Tastatur zu besorgen. Das müssen keine mit Funktionen überladene Gamer-Tastaturen sein. Es reicht ein gut gedämpftes (gegen die Klappergeräusche) und ergonomisch einstellbares Keyboard.  

Fazit

Das Azubileben ist auch ohne Hilfe schon hart. Quäl dich deshalb nicht, sondern mach es dir einfacher. Denn auch in der Ausbildung ist das „Wie“ nur dahingehend entscheidend, dass du es auf die für deinen Beruf korrekte Weise tust. Wenn Du dir die Arbeit darüber hinaus etwas entspannender, komfortabler oder auch gesünder gestaltest, kann kein Chef etwas dagegen einwenden.

Bildquellen:

  1. fotolia.com © Bojan
  2. fotolia.com © Flamingo Images
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  4. fotolia.com © grigvovan


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