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Die Berufe der Zukunft

Viele junge Menschen wollen vor allem in die Ausbildungsberufe gehen, die wirklich große Zukunftspotenziale haben. Doch welche Berufe werden in der Gesellschaft von morgen überhaupt benötigt? Ohne eine Kristallkugel und hellseherische Fähigkeiten zu haben, ist es hier enorm schwierig, Prognosen zu treffen. Nichtsdestotrotz wollen wir aufgrund gegenwärtiger Trends einmal davon ausgehen, welche Berufe morgen und übermorgen wohl besonders gefragt sind und zu echten Ausbildungsprofessionen werden können.

Allgemeine Trends

Nun: Zuallererst müssen wir nach den aktuellen, gesamtgesellschaftlichen Trends fragen, denn diese definieren letztendlich, wie sich die Berufswelt weiterentwickeln will. Das klingt etwas kompliziert? Nun, derzeit gibt es ein überaus aktuelles Beispiel, um diesen Vorgang etwas zu verdeutlichen. Der Dieselskandal, der mehrere deutsche Autohersteller betrifft, ist zum Beispiel immer noch in vollem Gange. Zudem stehen Fahrverbote an – es ist also zu vermuten, dass die Zahl der Menschen, die in der Entwicklung von Verbrennungsmotoren oder deren Herstellung arbeiten, auf Dauer eher absinken wird.

So entwickeln sich manche Branchen eher in Richtung Trendsetter, während es mit anderen Bereichen eher abwärts geht. Aufgrund dieser Beobachtungen ist es dann möglich, etwaige Berufe der Zukunft zu antizipieren, die für die Azubis dieser Zeit interessant sein könnten.

Technische Berufe

Es ist stark davon ausgehen, dass die heute schon starken technischen Berufe auch in einigen Jahren noch echte Zukunft haben werden. Innovationen wie die auf dem Vormarsch befindliche Industrie 4.0 werden ehrgeizige, junge Menschen brauchen, um weiterentwickelt zu werden. Schließlich scheint es hier darum zu gehen, mit 3-D-Druckern Industrieprodukte noch in der Fertigung individualisieren zu können – was nicht weniger als eine Revolution auslösen könnte. Hier gibt es wieder mehrere Ausbildungsberufe, die auch in Zukunft von dieser Innovationskraft profitieren könnten:

Wer also in absehbarer Zeit eine Ausbildung beginnen möchte, könnte hier eine berufliche Zukunft finden, vorausgesetzt, dass die notwendigen Voraussetzungen erfüllt sind und die Branche sich für die eigenen Neigungen eignet. Technische Berufe werden nämlich mit Sicherheit auch in zehn oder zwanzig Jahren noch in großen Mengen von der Wirtschaft nachgefragt werden!

Erneuerbare Energien

Dass wir auf Dauer die fossilen Energieträger im Sinne einer nachhaltigen Umweltentwicklung nicht mehr verwenden können, steht außer Frage. Doch es muss auch hier wieder Menschen geben, die tatkräftig helfen, eine Zukunft für die erneuerbaren Energien zu schmieden. Obwohl der Umstieg politisch gewollt ist, ist der Anteil an dieser zukunftsfähigen Art der Energieerzeugung bislang noch relativ gering. Tatsächlich werden auch in diesem Bereich vor allem junge Leute gesucht, die sich für technische Berufe interessieren. Insgesamt gibt es etwa 40 verschiedene Ausbildungsberufe, die in diesem Bereich zu finden sind. Vor allem sollten sich hier Menschen angesprochen fühlen, die ein echtes Interesse daran haben, in einer Welt, die immer mehr Strom braucht, daran zu arbeiten, diesen nachhaltig, ökologisch und schnell verfügbar zu machen, denn in diesen Dingen liegen die zentralen Herausforderungen für die beruflich Aktiven auf dem Feld der erneuerbaren Energien in den nächsten Jahren.

Der IT-Bereich

Was für die technischen Berufe gilt, gilt selbstverständlich auch für den IT-Bereich. Nie gab es im Zuge der Digitalisierung einen größeren Bedarf an fähigen Menschen, die sich in diese Richtung orientieren. Wer die letzten Jahre und die Entwicklungen im IT-Bereich gesehen hat, wird feststellen, dass diese sich zugleich immer dynamischer und mit größerer Geschwindigkeit ereignen. Insofern ist davon auszugehen, dass dieser Trend auch in Bälde nicht abreißen wird. Verschiedene Ausbildungsberufe stehen hierbei vermutlich besonders im Fokus:

So etwa Fachinformatiker, die Anwendungen für verschiedene Unternehmen entwickeln, anpassen und aktualisieren. Das Pflegen von Datenbanken gehört hier genauso zum Handwerk wie die Beherrschung der verschiedensten Programmiersprachen – auch verschiedene Betriebssysteme sollten zum Repertoire eines guten Fachinformatikers gehören. Neben den Fachinformatikern, die in der Anwendung tätig sind, haben besonders größere Unternehmen aber auch solche, die eher auf die Systemintegration spezialisiert sind. Diese beraten die Unternehmen, aus welchen neuen Systemen sie einen Nutzen ziehen könnten und integrieren diese dann auch vollständig in die Abläufe. Auch hier handelt es sich um eine überaus verantwortungsvolle Aufgabe, die mit einem IT-Systemkaufmann und dem Informatiker im Bereich Anwendungsentwicklung auch abgesprochen werden müssen – ausgeprägte kommunikative Kompetenzen sind hier also unbedingt von Nöten.

Gerade haben wir den IT-Systemkaufmann angesprochen, der seinerseits eine wichtige Schnittstelle darstellt. Denn er legt den organisatorischen Grundstein für eine erfolgreiche IT-Arbeit. Die Planung sowie die Kalkulation liegen in seinen Händen, es handelt sich also um eine sehr verantwortungsvolle und wichtige Aufgabe.

Insgesamt ist davon auszugehen, dass der IT-Bereich auch in einigen Jahren noch wesentlich stärker gewachsen sein wird als dies bereits heute der Fall ist.

Berufe in der chemischen Produktion

Dass die Weltbevölkerung immer weiter wächst, ist nicht gerade ein Geheimnis. Diese Tatsache stellt die Wirtschaft vor ganz neue Herausforderungen, denn selbstverständlich muss die explosionsartig wachsende Bevölkerung auch ernährt werden und braucht effektive Medikamente. Die Entwicklung von Verfahren und Methoden, um diese wichtigen Bedürfnisse zu befriedigen, ist eine der zentralen Aufgaben der chemischen Industrie. Insofern handelt es sich hier um eine äußerst wichtige Zukunftsbranche, deren Erfolg gesellschaftlich immense Folgen haben kann.

Zu den typischen Berufen, für die man sich durch eine Ausbildung qualifizieren kann, gehören zum Beispiel die folgenden:

Da der letztgenannte Beruf wohl der tendenziell unbekannteste ist, wollen wir ihn hier kurz im Ansatz erläutern. Hier besteht nämlich die Hauptaufgabe darin, Arzneimittel aller Art auf maschinelle Weise herzustellen. Das Augenmerk liegt hierbei natürlich in allererster Linie auf der Qualität – eine große Genauigkeit in der Beobachtung ist also eine Grundvoraussetzung für den Beruf des Pharmakanten bzw. der Pharmakantin.

Auf in den medizinischen Bereich!

Nun kommen wir zu einem Berufsfeld, das zumindest mit einem Teil der chemischen Produktionsberufe durchaus etwas zu tun hat: Nämlich den medizinischen Berufen. Die demographische Entwicklung legt nahe, dass auch hier ein gewaltiges Zukunftspotenzial schlummert. Denn die Bevölkerung wird im Durchschnitt älter, und da dies der Fall ist, werden wohl immer mehr Menschen auf medizinische Leistungen in einem größeren Umfang angewiesen sein. Diese Tatsache sorgt dafür, dass sozial und fachlich überaus kompetente junge Menschen in den medizinischen Ausbildungsberufen benötigt werden.

So sind etwa Altenpflegerinnen und Altenpfleger oder Krankenpflegerinnen und Krankenpfleger wichtige Säulen unserer Gesellschaft und unseres Gesundheitssystems, die trotz ihrer derzeitig schwierigen Lage mit Sicherheit eine Aufwertung erfahren werden – weil die Gesellschaft auf sie dringend angewiesen sein wird.

Zahntechnikerinnen und Zahntechniker hingegen benötigen alle Altersgruppen. Sie haben eine äußerst wichtige Verantwortung, denn sie sind dafür verantwortlich, von künstlichen Gebissen bis hin zu einzelnen Implantaten für Kiefer und Zähne fertigen sie alles an. Entsprechend gut sind auch die Verdienstaussichten für diesen Berufsstand, jedoch ist die Ausbildung nicht gerade einfach. Dabei gehört nämlich die bloße Produktion nicht zu den einzigen Aufgaben von Zahntechnikern. Schließlich müssen sie auch noch Kundinnen und Kunden sowie Zahnärzte bei der Produktauswahl beraten. Typische Arbeitsorte für Zahntechnikerinnen und Zahntechniker sind zum Beispiel zahntechnische Labore, Zahnarztpraxen und Zahnkliniken.

Fazit

Es gibt also insgesamt viele verschiedene Ausbildungsberufe, die zukunftsträchtig sind und deshalb schon eine gewisse Attraktivität mit sich bringen. Selbstverständlich erfordert ein Erfolg in diesen Bereichen wie üblich harte Arbeit, Disziplin und Durchhaltewillen – dann steht einem nachhaltigen Berufsleben in diesen Disziplinen nichts mehr im Wege! Die eigenen Ziele zu verfolgen und den eigenen Neigungen beruflich nachzugehen, gehört zu den wichtigsten Erfahrungen, die man im Leben machen kann. Umso schöner, wenn man hier noch um eine sichere Zukunftsperspektive weiß und darum, dass man damit nachhaltig erfolgreich sein kann!

 

Bilder:
Abbildung 1: fotolia.de © stokkete #191176485
Abbildung 2: fotolia.de © .shock #189559430
Abbildung 3: fotolia.de © Robert Kneschke #192281988


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