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Ausbildung engagement

Engagement während der Ausbildung zahlt sich aus!

Engagement lohnt sich schon während der Ausbildung

Grundsätzlich gilt: Die Ausbildungszeit dient dazu, wichtige Grundlagen eins bestimmten Berufs zu erlernen. Wer in der Berufsschule gut aufpasst und im Unternehmen Lernbereitschaft zeigt, wird dieses Ziel in der Regel problemlos erreichen. Für Auszubildende wird es heute jedoch immer wichtiger, sich schon vor der Abschlussprüfung als wertvolle Arbeitskräfte zu präsentieren. Hierzu gehört nicht nur fachliches Wissen, sondern auch persönliches Engagement.

Positives Feedback hat viele Vorteile

Auszubildende, die sich bei der täglichen Arbeit nur auf das Nötigste beschränken und kaum Eigeninitiative zeigen, kommen bei ihren Ausbildern nicht gut an. Immerhin wünschen sich Unternehmer auch von ihren Neulingen, dass sie sich interessiert am Vorankommen und der Zukunft des Unternehmens zeigen und sich aktiv an dessen Erfolg beteiligen wollen. Eigeninitiative spielt hier eine bedeutende Rolle.

Das gilt im Grunde für jedes Berufsbild. Vom Bäckerlehrling über die angehende Industriekauffrau bis zum Rechtsanwaltsgehilfen-Azubi sind junge Menschen stets gut damit beraten, die berühmte „Extrameile“ zu gehen. Das mag sich im ersten Moment anstrengend anhören, kann sich jedoch langfristig betrachtet sehr positiv auf die eigene Karriere auswirken. So wird ein Unternehmen bei der Überlegung, einen Auszubildenden nach der Prüfung fest zu übernehmen, auch dessen Engagement berücksichtigen. Das Nachsehen haben dann all diejenigen, denen zusätzliche Arbeit während der Ausbildung nicht wichtig genug erschien.

Wie gut das persönliche Engagement im Unternehmen ankommt, lässt sich am leichtesten mit Feedback herausfinden. Vielerorts füllen Abteilungsleiter oder Ausbilder daher in regelmäßigen Abständen Feedback-Bögen aus und orientieren sich dabei daran, möglichst motivierend zu wirken. Wie das aussehen kann und warum Feedback besser ist als Kritik, beleuchtet auch die Wirtschaftswoche in einem Artikel. Die erhaltene Rückmeldung sollten Auszubildende ernst nehmen und im Zweifelsfall nachfragen, wo sich die Möglichkeit für zusätzliches Engagement bietet.

Möglichkeiten, sich aktiv am Unternehmensalltag zu beteiligen

Oft scheint es, Auszubildende seien wenig informiert über die Abläufe innerhalb eines Unternehmens und würden auf Abstand gehalten. Hierunter leidet die schulische Ausbildung zwar nicht, doch praktisches Wissen kann sich nicht in ausreichendem Maß etablieren. Das allerdings muss nicht sein, denn es gibt einige Möglichkeiten für Job-Neulinge, aktiv für mehr Beteiligung zu sorgen. Ein gutes Beispiel hierfür ist die sogenannte Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV). Wer sich hier engagiert, kommt ganz automatisch in Kontakt mit weiteren Abteilungen und wichtigen Personen. Ob eine JAV in einem Unternehmen gebildet werden kann und was bei der Wahl berücksichtigt werden muss, findet sich in den entsprechenden Gesetzestexten, die im Internet bereitstellt werden.

Doch nicht nur die Jugend- und Auszubildendenvertretung ist eine sinnvolle Möglichkeit, mehr Engagement zu zeigen. Wer beweisen will, dass er auch nach der Ausbildung ein wertvoller Arbeitnehmer sein wird, sollte auch das persönliche Gespräch nicht scheuen. Oft nämlich sind Ausbilder nicht im Bilde, was die aktuelle Auslastung ihrer Schützlinge betrifft und bieten ihnen aus diesem Grund nur wenige Extra-Aufgaben an. Wer jedoch bewusst um weitere Aufgaben bittet, profitiert auf mehreren Wegen davon. So steigt nicht nur das persönliche Know-How. Auch der Arbeitgeber wird sehen, dass der jeweilige Azubi besonders motiviert ist und das bei künftigen Entscheidungen honorieren. Schon früh können sich Azubis dann über mehr Verantwortung freuen und sich im Unternehmen beweisen.

Auszubildende, die schon während der Lehrzeit Eigeninitiative zeigen und sich bewusst einbringen, sind nicht selten auch für besondere Abteilungen attraktiv. So kann es sein, dass Vertrieb, Produktion oder Buchhaltung schon vor dem Ende der Ausbildung einen Platz in ihrer Mitte anbieten. Das wiederum sichert die Chance auf eine Übernahme.

Auch Azubis können sich weiterbilden

Ein weiterer Punkt, der positiven Eindruck hinterlässt, ist das Interesse an Weiterbildungsmaßnahmen. Auch wenn die Berufsschule bereits viel für ein gutes Know-How tut und eine Grundlage schafft, gibt es oft Dinge, die Auszubildende gerne genauer wüssten. Weiterbildung kann dann sehr sinnvoll sein und den Wert als Arbeitnehmer langfristig steigern.

In welchem Bereich sich eine Weiterbildung lohnt, ist selbstverständlich individuell. So können unter anderem:

  • Telefontrainings,
  • Fremdsprachenkurse,
  • und Software-Schulungen

sinnvoll sein, wenn es um die Spezialisierung auf ein Fachgebiet geht. Erste Inspiration liefern auch die Beispiele für Weiterbildungsseminare der IHK in Frankfurt, aber auch andere Anbieter haben in aller Regel spannende Kurse und Seminare speziell für Auszubildende in ihr Portfolio aufgenommen. Was Weiterbildung betrifft, sollte diese selbstverständlich nicht dafür sorgen, dass sich schulische Leistungen verschlechtern. Ein eingehendes Gespräch mit dem Ausbilder über das passende Pensum kann hilfreich sein.

Letztlich also ist es ein bewusst gewählter Mix aus Motivation, Engagement und auch Weiterbildung, mit dem sich Auszubildende von ihrer Konkurrenz abheben können. Niemals vergessen sollten sie dabei jedoch die eigene Gesundheit. Wer sich selbst stark unter Druck setzt und kaum Zeit für Ausgleich findet, kann die positiven Nebeneffekte nicht genießen. Auch Auszubildende sollten daher wissen, wo ihre persönlichen Grenzen liegen und im Zweifelsfall etwas kürzer treten. Das sichert dauerhafte Leistungsfähigkeit und schützt vor unerwünschtem Krankheitsausfall.

 

Bildquellen:
Bild 1: JESHOOTS (CC0-Lizenz)/ pixabay.com
Bild 2: Free-Photos (CC0-Lizenz)/ pixabay.com
Bild 3: Pexels (CC0-Lizenz)/ pixabay.com


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