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5 Merkmale eines tollen Ausbildungsbetriebs

Gerade für Auszubildende und andere Berufseinsteiger hält die Arbeitswelt viele neue Herausforderungen bereit. Ob uns ein Job später Spaß macht und erfüllt, hängt nicht nur davon ab, welchen Beruf wir uns aussuchen, sondern auch, wie die künftige Stelle aussehen wird. Wir zeigen, was einen guten Arbeitsplatz ausmacht.

Neben dem künftigen Gehalt, das für viele durchaus wichtig ist, sorgt vor allem ein angenehmes Umfeld dafür, dass wir gerne arbeiten. Woran lässt sich ein toller Arbeitsplatz also erkennen?

1. Ein gutes Arbeitsklima

Das Arbeitsklima zählt für Mitarbeiter oft zum wichtigsten Punkt und wir können es selbst beeinflussen. Doch was bedeutet eigentlich ein gutes Arbeitsklima? Es setzt sich aus verschiedenen Teilaspekten zusammen:

  • Gute Stimmung: Sie ist in einem Betrieb sehr wichtig. Wird der Arbeitsalltag gelassen angenommen und gemeinsam als Team bewältigt, liegt oftmals eine gute Stimmung im Betrieb vor. Anders sieht es aus, wenn es stetig rumort und häufig zu Streitigkeiten kommt.
  • Gegenseitige Wertschätzung: Dies stellt einen weiteren wichtigen Aspekt dar. Vor allem als Azubi fühlt man sich anfangs oft nicht ernst genommen. Nur wenn die eigenen Leistungen auch anerkannt und gewürdigt werden, haben wir langfristig tatsächlich Spaß und Motivation bei der Arbeit.
  • Offenheit bei der Kommunikation: Dieser Punkt ist ebenfalls wichtig für ein gutes Arbeitsklima. Sobald Mitarbeiter oder Vorgesetzte beginnen, nur noch übereinander statt miteinander zu reden, stimmt die Chemie im Betrieb nicht.
  • Positiver Leistungsdruck: Wenn der Leistungsdruck und die Konkurrenz in einer Firma zu groß ausfallen, kann dies zu einer enormen Belastung werden. Beides kann sich auf das Arbeitsklima auswirken und schafft Rivalitäten, die das normale Maß deutlich überschreiten.

Wie lässt sich herausfinden, wie das Arbeitsklima in einer Firma aussieht? Zum einen gibt es heute einschlägige Bewertungsportale für Firmen, auf denen Mitarbeiter anonym ihre Meinung kundtun können. Dies könnte ein erster Anhaltspunkt sein, um Jobangebote zu bewerten. Auch eine entsprechende Auszeichnung für eine besonders gute Leistung als Arbeitgeber sind weitere positive Indikatoren.

2. Finanzielle Wertschätzung

Wer gut arbeitet, hat auch das Anrecht auf eine gute Bezahlung. Dieser Denkansatz ist in den meisten Köpfen verankert, trifft jedoch in der Realität nicht immer zu. Zwar ist die Entlohnung für Azubis klar geregelt, doch später wird über das Gehalt oft individuell verhandelt. Doch was gilt eigentlich als angemessen? Mit den folgenden Schritten lässt sich herausfinden, ob die Bezahlung in einer Firma zumindest ansatzweise fair ausfällt:

  • Durchschnittseinkommen ermitteln: Zunächst ist es sinnvoll, sich zu informieren, wie die Bezahlung in der Branche im Schnitt ausfällt. Dabei spielen Faktoren wie die Höhe der Qualifikation oder auch die Berufserfahrung eine Rolle.
  • Regionale Besonderheiten: Neben der Branche ist vor allem auch die Region in der gearbeitet wird ausschlaggebend für den künftigen Verdienst.

In Bezug auf die Bezahlung sollten Jobsuchende jedoch auch immer ihre persönliche Situation im Blick behalten. Als Jobeinsteiger verdient man beispielsweise deutlich weniger als mit entsprechender Berufserfahrung. Wer diese Aspekte mit in die Betrachtung einbezieht, kann sich letztlich ein gutes Bild über die finanzielle Wertschätzung im künftigen Betrieb machen.

3. Ausstattung am Arbeitsplatz

Es erscheint auf den ersten Blick gar nicht so wichtig, aber eine gute Ausstattung wirkt sich ebenfalls auf die eigene Zufriedenheit aus. Neben dem Platz selbst zählt dazu auch die weitere Umgebung in der Firma. So kann etwa die Einrichtung einer Büroküche, die den Angestellten etwas zu bieten hat, für Wohlbefinden sorgen.

Gerade die Möglichkeiten zur Verpflegung sollten vor Ort gegeben sein. Wir verbringen einen Großteil unserer Zeit auf der Arbeit. Dann ist es umso wichtiger, einen ansprechenden Ort zur Verfügung zu haben, um in der Pause Kraft zu tanken. Für die Ausstattung einer Büroküche ist dabei gar nicht so viel notwendig:

  • Möglichkeiten zum Kochen von Kaffee und anderen Heißgetränken
  • Kühlschrank für die Mittagspause
  • Geschirr und Besteck
  • Geschirrspüler

Fast noch wichtiger ist es, dass es auch genügend Platz gibt, um gemeinsam mit den Kollegen zusammen zu sitzen und sich auszutauschen.

4. Flexible Arbeitszeiten

Anpassbare Arbeitszeiten sind ebenfalls ein wichtiges Merkmal für eine gute Stelle. Obwohl es noch Bereiche gibt, die eine Bereitschaft oder die Anwesenheit im Büro erfordern, lässt sich die Arbeit heute viel flexibler managen. Warum wird dies immer wichtiger? Hier einige mögliche Gründe:

  • Die Arbeitszeit lässt sich so anpassen, dass es keine Überschneidungen mit der Betreuung von Kindern gibt.
  • Die eigene Phase besonderer Leistungsfähigkeit liegt nicht innerhalb der üblichen Bürozeiten.
  • Private Termine wie ein Besuch beim Arzt lassen sich problemlos absolvieren, ohne jedes Mal dafür frei nehmen zu müssen oder sich im Betrieb zu entschuldigen.

Heute gibt es zahlreiche flexible Modelle. Sehr bekannt dürfte dabei die sogenannte Gleitzeit sein, bei der Arbeitnehmer innerhalb einer gewissen Zeitspanne ihre tägliche Arbeitszeit leisten können. Oftmals ist auch ein Arbeiten von zuhause aus eine gute Möglichkeit, sich die Zeit besser einteilen zu können.

5. Spannende Tätigkeiten und Aufstiegschancen

Auch wer noch ganz am Anfang steht, sollte sich Gedanken über die Zukunft machen. Wenn uns die Arbeit gleichzeitig etwas fordert, wir aber auch gut unser Wissen und unsere Fähigkeiten einbringen können, fühlen wir uns am ehesten zufrieden. Die Personalführung sollte einen Angestellten stets mit Aufgaben betreuen, die seinen Stärken entgegenkommen.

Ein guter Betrieb kümmert sich um eine sinnvolle Auslastung seiner Mitarbeiter und bietet zudem entsprechende Möglichkeiten der Weiterbildung; beispielsweis in Form von Web Based Training oder ähnlichen Onlineplattformen. Hierbei erhält der Nutzer die Möglichkeit sich über das Internet entsprechend fortzubilden und seine fachliche Kompetenz auszuweiten. Mittelfristig sind auch entsprechende Aufstiegschancen im Beruf dadurch möglich. Frei nach dem Motto: Wissen ist Macht. Jeder möchte vorankommen und somit auch die eigene Karriere entsprechend beflügeln. Relevante Fragen diesbezüglich sind:

  • Gibt es regelmäßige Mitarbeitergespräche, in denen Ziele für die Zukunft definiert werden?
  • Werden Talente im Betrieb gefördert?
  • Werden interne Schulungen angeboten?
  • Werden den Mitarbeitern Perspektiven für die Zukunft eröffnet?
  • Gibt es eventuell ein Konzept zur Entwicklung von Führungskräften?



Darüber hinaus ist es jedoch stets wichtig, sich für entsprechende Förderungen und Weiterbildungen zu empfehlen. Auch aktives Nachfragen nach entsprechenden Möglichkeiten kann je nach Situation im Einzelfall sinnvoll sein. Nur wer auch erkennen lässt, dass er vorankommen will, erhält dazu wirklich gute Chancen. Wenn beim Einstellungsgespräch bereits nach langfristigen Karrieremöglichkeiten gefragt wird, zeigt dies zudem echtes Interesse.

 

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