Geldsorgen gehören dazu – wie Auszubildende ihre Finanzen aufbessern

Die Ausbildungsvergütung reicht nur in den seltensten Fällen, um sich Großes zu leisten. Wirkliche Investitionen lassen sich hier nicht machen. Reicht das Einkommen nicht aus, müssen Alternativen gesucht werden. Dabei bieten sich selbstverständlich staatliche Anlaufstellen an. Sinnvoller wäre es allerdings, wenn möglich, seinem Glück selbst auf die Sprünge zu helfen. Denn der eine oder andere Nebenjob kann das Konto schnell aufbessern. Dennoch sind dabei Dinge zu beachten.

Wer zur Ausbildung nicht mehr zuhause wohnt, hat einiges an finanzieller Verantwortung zu stemmen. So kostet die eigene Wohnung eine Menge Geld und auch das Auto will betankt und versichert werden. Geldsorgen kennen die meisten also zu Genüge. Dabei kann schnell einmal das Gefühl der Überforderung aufkommen. Besonders, wenn das Geld jeden Monat nur spärlich reicht. In diesem Fall gibt es selbstverständlich einige Optionen, um im eigenen Haushalt Geld zu sparen. So können etwa günstige Handyverträge online gefunden werden. Das bringt nicht nur den individuell passenden Tarif, sondern nicht selten auch den einen oder anderen Euro mehr in der Tasche. Dennoch ist das letztendlich nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

Grundsätzlich sollten die Eltern die erste Anlaufstelle sein. Denn diese sind unterhaltspflichtig, sollte der Nachwuchs sich in der ersten Ausbildung befinden. Wichtig ist, dabei immer aufrichtig und ehrlich zu sein und die Probleme konkret anzusprechen. Falscher Stolz oder Ausflüchte helfen hier wenig, sondern treiben so manchen in die Schuldenfalle. Die Erfahrung zeigt, dass Eltern den eigenen Sprössling nur selten vor den Kopf stoßen.

Eine Alternative hierzu ist die Berufsausbildungsbeihilfe (BAB). Denn die Mittel der Familie können unter Umständen sehr begrenzt sein, sodass nicht viel Hilfe möglich ist. Der Antrag wird bei der Agentur für Arbeit gestellt. Diese entscheidet anhand des Einkommens der Eltern sowie der Ausbildungsvergütung, ob eine Unterstützung für den Auszubildenden bezahlt wird. Wichtig ist, einen solchen Antrag bereits vor Ausbildungsbeginn zu stellen. Begleitend können noch hier genannte Tipps umgesetzt werden, um den Geldbeutel zu entlasten.

Des Weiteren bekommt der Nachwuchs während der Ausbildungszeit Kindergeld. Dieses wird bis zur Vollendung des 25. Lebensjahrs gezahlt und liegt bei rund 180 Euro im Monat. Im Regelfall geht dies stets auf das Konto der Eltern. Lebt der Auszubildende allerdings in einer eigenen Wohnung, kann er dies für sich beantragen und bekommt es von dort an auf sein Konto ausbezahlt. Gleiches gilt für das Wohngeld. Auch dieses kann, wenn keine Berufsausbildungsbeihilfe beansprucht wurde, beantragt werden.

Als weitere Optionen bietet sich der Nebenjob an. Allerdings ist es bei der Planung eines solchen wichtig, die eigenen Grenzen zu kennen. Schließlich ist der Auszubildende den ganzen Tag bereits in der Arbeit. Daher ist eine kritische Selbstanalyse notwendig. Denn der Nebenjob spült zwar Geld in die leeren Kassen, fordert dafür allerdings Zeit, die dann für Urlaub, Lernen oder Arbeitsvorbereitung fehlt. Zudem darf eine Nebentätigkeit die Zeit von 8 Stunden in der Woche nicht überschreiten. Darüber hinaus ist es möglich, am Wochenende noch Tätigkeiten auszuführen. Wichtig ist in diesem Bezug zudem, die maximale Arbeitszeit bei minderjährigen von 40 Stunden pro Woche zu beachten.

So lassen sich vom Auszubildenden im Monat bis zu 450 Euro zusätzlich verdienen. Beliebte Minijobs sind etwa Schreibtätigkeiten, Kellnern, Kinderhüten, Kassieren oder Putzen. Dabei sollte jedoch immer die eigene Belastbarkeit im Fokus stehen. Denn die Ausbildung steht stets an erster Stelle. 

 

Bild: Pixabay

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