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Corona: Auswirkungen und Fragen (Azubi-Edition)

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Die Corona-Pandemie versetzt so einige Unternehmen in die Zwangspause und immer mehr Azubis fragen sich daher, wie es nun weitergeht. Wie man nun auch weiterhin den Überblick über Themen wie Berufsschule, Prüfungen, Betriebsphasen und Schutzmaßnahmen behält, erfahrt ihr hier.



Meine Berufsschule ist vorübergehend geschlossen. Darf ich in der Zeit zuhause bleiben?

Nein, wenn deine Berufsschule geschlossen hat, bist du verpflichtet, dich in deinem Betrieb zurückzumelden und dort wieder aktiv mitzuarbeiten. Für den Fall, dass deine Berufsschule dir für den Zeitraum der Schließung Aufgaben gibt, dann ist dein Unternehmen dazu verpflichtet, dir hierfür Zeit einzuräumen, diese zu lösen. Allerdings darf der Ausbildungsbetrieb darüber entscheiden, ob du diese Aufgaben zuhause oder im Betrieb erledigst.



Was geschieht mit den Abschlussprüfungen?

Die Abschlussprüfungen wurde von der IHK, der Industrie- und Handelskammer, auf den Sommer verschoben. Die neuen Termine für die industriell-technischen Berufe sind am 16. Und 17. Juni 2020 und die kaufmännischen Berufe haben ihre Abschlussprüfungen am 18. Und 19. Juni 2020.



Verlängert sich meine Ausbildung durch die verschobenen Abschlussprüfungen?

Nein, deine Ausbildung endet mit dem angegebenen Austrittsdatum in deinem Vertrag.



Was geschieht dieses Jahr mit der Zwischenprüfung?

Die Zwischenprüfungen für das Frühjahr 2020 entfallen dieses Jahr ersatzlos. Somit gilt die Zwischenprüfungen für alle Betroffenen als abgelegt bzw. daran teilgenommen und die Zulassungsvoraussetzungen für die Abschlussprüfungen gelten als erfüllt.

Manche Ausbildungsbetriebe orientieren sich gerne an der Zwischenprüfung, bevor darüber entschieden wird, ob eure Ausbildung verkürzt werden kann oder nicht. Solltet ihr also verkürzen wollen, fragt am besten bei eurem Ausbilder nach, ob es für dieses Jahr auch noch andere Faktoren gibt, die über eine Verkürzung bestimmen könnten.



Ich habe mich mit Corona angesteckt. Was geschieht nun?

Im Falle einer Infektion gilt natürlich prompt: Häusliche Quarantäne und Meldepflicht. Je nachdem, mit wem du im Ausbildungsbetrieb zu tun hattest, werden wahrscheinlich auch deine unmittelbaren Kollegen von der Quarantäne betroffen sein. Sei aber unbesorgt, in diesem Zeitraum darf dir natürlich nicht gekündigt werden und du bekommst auch trotz Quarantäne weiter dein Gehalt gezahlt. Du kannst deinem Körper die Ruhe gönnen, die er benötigt.

Im schlimmsten Fall kann es passieren, dass dein Ausbildungsbetrieb für eine längere Zeit aufgrund der Krise geschlossen werden muss. Auch das hat keine Kündigung für dich zur Folge, sollte dein Betrieb jedoch seine Ausbildungseignung verlieren, so ist euer Ausbilder dazu verpflichtet, sich um einen Ersatzbetrieb für dich zu bemühen.



Ich habe Angst vor Corona und würde lieber von zuhause arbeiten. Geht das?

Das ist natürlich von deinem Ausbildungsbetrieb abhängig. Wenn es in deinem Betrieb die Möglichkeit für Home-Office gibt, kannst du gerne bei deinem Ausbilder nachfragen, ob diese Maßnahme auch für dich gilt.

Allerdings ist nicht bei allen Berufsklassen die Möglichkeit für Home-Office gegeben. Beispielsweise industriell-technische Berufe, Berufe im Einzelhandel oder die Pflege erfordern deine direkte Anwesenheit vor Ort. Außerdem darfst du deine Arbeit nicht einfach verweigern. Sollte jedoch ein konkreter Gefährdungsfall vorliegen, sprich mit deinem Ausbilder über mögliche Maßnahmen, um dich ausreichend vor Corona schützen zu können.



Ich habe momentan nicht die Möglichkeit, meinen Arbeitsplatz zu erreichen, weil die öffentlichen Verkehrsmittel, z.B. Bus oder S-Bahn nicht mehr fährt. Was passiert nun?

Leider bist du verpflichtet, pünktlich an deinem Arbeitsort zu erscheinen, und trägst selbst die Verantwortung, wie du deinen Arbeitsplatz erreichst. Am besten machst du dir bereits frühzeitig Gedanken darum, wie du in einem solchen Fall deinen Arbeitsort weiterhin aufsuchen kannst, beispielsweise mit dem Fahrrad, dem Auto oder Ähnlichem.

Solltest du keine Möglichkeit finden, weiterhin zur Arbeit zu gehen, erlischt du im schlimmsten Fall dein gesetzlicher Anspruch auf die Zahlung der vereinbarten Vergütung.



Mein Ausbildungsbetrieb muss wahrscheinlich Insolvenz anmelden. Was bedeutet das für mich als Auszubildenden?

Keine Sorge, eine drohende Insolvenz hat keine direkten Auswirkungen was deinen Ausbildungsvertrag betrifft. Insolvenz bedeutet auch nicht immer die direkte Stilllegung des Betriebs. Oftmals übernimmt ein Dritter den Betrieb mit sämtlichen Rechten und Pflichten auch gegenüber der Belegschaft. Somit bedeutet dieser Fall für dich als Auszubildenden, dass du einen neuen Ansprechpartner bekommen würdest. In jedem Fall solltest du weiterhin deinen Arbeitseinsatz, wie bisher auch anbieten.


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Mehr über den Autor: Alex

Dass ein Studienabbruch nichts Schlechtes sein muss beweist Alex. Mit ihrer Ausbildung zur Medienkauffrau hat sie endlich den Beruf gefunden, der sehr gut zu ihr passt.


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