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Quelle: "BERUFENET - ein Angebot der Bundesagentur für Arbeit"

Der Brief an die Firma

Welche Fragen sollten beantwortet werden?

Mit Deinem Anschreiben zeigst Du, dass Du der Richtige für die Stelle bist. Im Vordergrund steht nicht der Nutzen für Dich, sondern der Gewinn für das Unternehmen, das Dich anstellt. Dafür hast Du nur wenig Platz, denn das Schreiben sollte nicht länger als eine DIN-A4-Seite sein. Auf einen Blick muss klar werden:
  • Warum hast Du Dich für diese Ausbildung entschieden?
  • Warum bewirbst Du Dich bei diesem Unternehmen?
  • Warum bist Du für diese Ausbildung der Richtige?
Was gehört in das Anschreiben?

Das Anschreiben ist der wichtigste Teil der Bewerbung. Du richtest es direkt an den Empfänger. Um sein Interesse zu wecken, solltest Du versuchen, das Anschreiben interessant zu gestalten. Der richtige Aufbau spielt dabei eine wichtige Rolle.

Das Anschreiben besteht aus dem Anschreibenkopf und dem Anschreibentext.

Anschreibenkopf

Du beginnst mit dem Anschreibenkopf. Er umfasst Deine Adresse und die Adresse des Empfängers sowie den Betreff und die Anrede.

Adresse des Absenders:
  • Name, Straße, Hausnummer, Postleitzahl, Telefonnummer mit Vorwahl, private E-Mail-Adresse
Adresse des Empfängers:
  • Name des Ansprechpartners, Anschrift des Unternehmens (Name des Unternehmens, Straße, Hausnummer, Postleitzahl)
  • Wenn Du nicht weißt, wer der Ansprechpartner ist, frage bei der Personalabteilung des Unternehmens nach, bei dem Du Dich bewerben möchtest.
  • Hinweis: Die Anschrift des Unternehmens, die in Deinem Anschreiben steht, muss mit der Anschrift auf dem Briefumschlag übereinstimmen.
Ort und Datum:
  • Die Angaben sollten identisch mit denen des Lebenslaufs sein.
  • Der Ort wird mit einem Komma vom Datum getrennt (z.B. Musterstadt, 10. Februar 2014)
  • Am besten wählst Du das Datum aus, an dem Du Deine Bewerbung verschickst.
  • Beim Datum kannst Du zwischen der numerischen (z.B. 10.02.2014) und der alphanumerischen Schreibweise (10. Februar 2014) wählen.
Betreff:
  • Der Betreff stellt einen Bezug zur Stellenanzeige her.
  • Du formulierst keinen Satz, sondern nur einen Stichpunkt, an dessen Ende auch kein Satzzeichen steht.
  • Beispiel: „Bewerbung als …“
Anrede:
  • Wenn Du nicht weißt, wer Deine Bewerbung liest, lautet die Anrede „Sehr geehrte Damen und Herren,“.
  • Eine persönliche Anrede ist aber besser. Erkundige Dich bei dem Unternehmen, wer der Empfänger ist. Frage dabei auch nach akademischen Titeln (z.B. Dr. oder Prof.)
  • Am Ende der Anrede steht ein Komma.
  • Beispiele: „Sehr geehrte Frau Dr. Blume,“, „Sehr geehrter Herr Blume,“
Anschreibentext

Der Anschreibentext besteht aus einer Einleitung und einem Hauptteil.

Wichtig: Verfasse kein Standardanschreiben. Der Text muss auf das Unternehmen und die Tätigkeit abgestimmt sein. Der Empfänger muss das Gefühl haben, dass Du Dir Zeit genommen hast, um die Bewerbung zu schreiben.

Einleitung

Der erste Absatz beginnt kleingeschrieben und umfasst maximal drei Sätze. Folgendes sollte im ersten Absatz stehen:
  • Im Optimalfall beziehst Du Dich auf ein Telefonat oder einen vorangegangenen E-Mail-Kontakt mit dem Empfänger. So rufst Du Dich in Erinnerung und Dein Anschreiben macht sogleich einen persönlichen Eindruck. (z.B. „vielen Dank für das informative Telefongespräch.“)
  • Anschließend begründest Du, warum Du Dich für diese Stelle bewirbst. Bekunde auf jeden Fall Dein Interesse.
  • Hinweis: Vermeide Einleitungen, wie „mit großem Interesse habe ich Ihre Stellenanzeige gelesen“ oder „hiermit bewerbe ich mich.“
Hauptteil

Im Hauptteil machst Du deine Motivation gegenüber dem Unternehmen deutlich. Dazu solltest Du Folgendes erläutern:
  • Zeige Deine Interessen, Fähigkeiten und Stärken auf und bringe sie in Bezug zu den Erwartungen des Unternehmens.
  • Stelle Dich vor und zeige, warum die Stelle für Dich geeignet ist, weshalb Du Dich dafür interessierst und wieso gerade dieses Unternehmen das richtige für Dich ist.
  • Wenn Du in diesem Bereich schon mal Erfahrungen gesammelt hast (z.B. bei einem Ferienjob oder Praktikum), dann erzähle davon.
  • Du solltest außerdem darauf eingehen, welchen Schulabschluss Du hast oder wann Du mit der Schule fertig bist.
  • Den Hauptteil beendest Du mit einem Abschlusssatz, in dem Du Dich auf ein mögliches Vorstellungsgespräch beziehst (z.B. „Über Ihre Einladung zu einem Vorstellungsgespräch freue ich mich.“).
Grußformel

Verwende am Ende Deines Anschreibens die gebräuchliche Grußformel „Mit freundlichen Grüßen“ oder „Mit freundlichem Gruß“. Anschließend unterschreibst Du und bestätigst damit die Richtigkeit Deiner Angaben.

Tipp: Unterschreibe am besten mit einem Füllfederhalter mit blauer Tinte.

Anlagen

Die Anlagen brauchst Du nicht mehr einzeln auflisten. Unterhalb Deiner Unterschrift genügt der Hinweis „Anlagen“.

Möchtest Du die Anlagen dennoch einzeln auflisten, dann sollte die Aufzählung identisch mit der Reihenfolge der Unterlagen in Deiner Bewerbungsmappe sein.

Formatierung

Du solltest außerdem einige Standards beachten:
  • Die Seitenränder sind genormt. Du kannst Dich an folgenden Werten orientieren:
  1. Seitenrand links: 24,1 mm
  2. Seitenrand rechts: mindestens 8,1 mm
  3. Seitenrand unten: 16,9 mm
  4. Seitenrand oben: 16,9 mm
  • Wichtig ist, dass Deine Unterlagen gut lesbar sind. Am besten wählst Du eine Standardschrift (Times New Roman oder Arial). Von einer verspielten Comic-Schrift solltest Du die Finger lassen.
Ein Musteranschreiben findest du HIER.

An diesem Beispiel kannst Du sehen, wie die Platzverteilung ist – also wie viele Zeilen Du zwischen den einzelnen Blöcken freilassen musst. Der Aufbau ist eine Empfehlung, aber kein Muss.

Hinweise

Um keinen schlechten Eindruck beim Empfänger zu hinterlassen, solltest Du sehr sorgsam sein, wenn Du das Anschreiben verfasst.
  • Nimm dir Zeit für das Anschreiben. Schreibe am besten erst mal eine Rohfassung und entwickle dann Deinen Text in Ruhe weiter.
  • Verzichte auf Floskeln und gestelzte Interessensbekundungen.
  • Verzichte auf Formulierungen im Konjunktiv wie „würde“ und „könnte“. Das gilt auch für Wenn-Dann-Formulierungen.
  • Einige Fehler fallen Dir vielleicht erst viel später auf. Du solltest Dir den Text zu einem anderen Zeitpunkt noch mal ansehen.
  • Lass Dein Anschreiben auch von einer weiteren Person Korrektur lesen, bevor Du es wegschickst. Vier Augen sehen mehr als zwei. Auch ein Rechtschreibprogramm (z.B. in Word) und der Duden sind hilfreich.
  • Zum Schluss solltest Du überprüfen, ob Du alles beachtet hast. HIER findest Du eine Checkliste.
Auf die richtige Form kommt es an
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